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Mikroskopische Gemüths- und Augenergötzung

Von Martin Frobenius Ledermüller (erschienen 1761)

Augenergötzung Nachlese, Tafel 51

LEDERMUELLER_3_51Titel dieser Tafel: Das von Herrn J. M. Milchmeyern Stadt-Optico und Mechanico zu Franckfurth am Mayn erfundene und gefertigte Vergrößerungs-Instrument, so ich mit gutem Nutzen noch täglich gebrauche.

An die Nachlese der Gemüthsergötzungen ist im vorliegenden Buch die "Vertheidigung wider einige von dem vornehmen Herrn Verfasser des Neuesten aus dem Reiche der Pflangen und der Geschichte der Stubenfliege geäußerten Zweitel und Vorwürfe" angebunden.

Dieser Anhang beschäftigt sich mit einer Auseinandersetzung zwischen Ledermüller und dem Freiherrn von Gleichen, der ebenfalls mikroskopierte und illustrierte Werke mit mikroskopischen Beobachtungen veröffentlichte. Er warf Ledermüller einige Fehler und Ungereimtheiten vor und kritisierte auch, dass Ledermüller ein Mikroskop verwendete, wie er es selbst hatte konstruieren lassen, allerdings zu einem wesentlich höheren Preis. In dieser Tafel stellt Ledermüller das Mikroskop vor.

Sicherlich hatten die Streitereien zwischen Ledermüller und von Gleichen aber tiefere Gründe, denn der Freiherr von Gleichen war erst durch Ledermüller zur Mikroskopie gekommen und die beiden waren anfangs befreundet. Auch hier der weiterführende Hinweis: Klaus Henkel hat hierzu einen schönen und informativen Aufsatz über Ledermüller geschrieben, der als PDF-Datei im Internet zu finden ist. Das zugrundeliegende und durchaus unterhaltsame Buch über Ledenmüller und von Gleichen wird bisweilen relativ preiswert im Internet, beispielsweise bei ebay oder ZVAB angeboten.

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