Aronwurzel, Aronstab, Arum maculatum Ausdauernde, krautige Pflanze mit pfeilförmigen Blättern, die bis zu 40 cm hoch werden. Die Blüten befinden sich am unteren Teil eines braunen Kolbens, verborgen unter einem grünlich-weißen Hüllblatt. Sie bilden eine Kesselfalle. Die Pflanze verbreitet einen Aasgeruch, der kleine Insekten anlockt. Die Insekten rutschen vom glatten Hüllblatt ins Innere des Kessels, wo sie von Sperrhaaren am Herauskriechen gehindert werden. Erst wenn die Blüte bestäubt ist, verdorren die Haare und die Insekten kommen wieder frei. Die Pflanze kommt in schattigen Laub- und Mischwäldern Europas vor und blüht zwischen April und Mai. Die Pflanze enthält ebenso wie die der anderen Aronstabgewächse Calciumoxalat-Kristalle sowie lösliche Oxalate. Andererseits enthalten auch viele Pflanzen, die der Ernährung dienen, Salze der Oxalsäure (etwa Rhabarber oder Sauerampfer). Insofern kann die Giftigkeit der Aronstabgewächse nicht ausschließlich auf die Oxalate zurückgeführt werden. In der Literatur werden oftmals auch Scharfstoffe als giftige Substanzen genannt, ohne diese jedoch näher zu charakterisieren. Frohne und Pfänder führen die Giftigkeit auf das Verhältnis von freier zu kristallin gebundener Oxalsäure zurück. In den grünen Früchten befinden sich bis zu 0,4% lösliche Oxalate, in den reifen Früchten bis zu 0,3%. Literatur:
Bild aus: Sammlung altkolorierter Kupfer unbekannter Herkunft vermutlich 18. Jhd. Stichworte: historische Drucke altkolorierte Kupfer Pflanzen Giftpflanzen Aronwurzel, gefleckter Aronstab, Arum maculatum |
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