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Rosengewächse
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Heurige Triebe 1 bis 2 m hoch, kantig, kahl, mit sitzenden oder fast sitzenden Drüsen. Stacheln kantenständig, kräftig, mit breitem zusammengedrücktem Grunde und etwas gekrümmter Spitze. Blätter meist dreizählig mit zweizähligen Seiten- blättchen, selten vollkommen fünfzählig. Blättchen mehr oder weniger unregelmässig doppelt gesägt, zuweilen eingeschnitten, selten zerschlitzt, beiderseits behaart, unterseits anfangs filzig. Endblättchen meist herzeiförmig und zugespitzt. Blütenzweige behaart, kurz drüsig, krumm stachelig. Blütenstände meist einfach traubenförmig, die zuletzt entwickelten untersten nicht selten rispig. Blütenstielchen mit aufrechtabstehenden oder angedrückten Haaren, nie filzig, immer kurzdrüsig, meist wenig bestachelt. Kelche aussen grün mit grauem Rande, abstehend, nach dem Verblühen manchmal zurückgeschlagen. Kronblätter weiss oder hellrot, selten rosenrot, aussen behaart. Früchte meist wohlschmeckend. 6-8, einzeln später. (R. plicatus und z. T. R. fastigiatus Weihe, R. fastigiatus Krasan, R. frutir cosus Kuntze, R. plicatus, sulcatus und Bertrami Focke, R. aestivalis Nova Synopsis.) In Wäldern und Gesträuchen, auf Heiden, Mooren und au Wegen häufig. Hauptrassen: a) Wald-Brombeere. Rubus aestivus sulcatus. Blättchen flach, die äussersten deutlich gestielt. Kelche nach der Blüte zurückgeschlagen. Staubfäden zum Teil länger als die Griffel. In den süd- und mitteldeutschen Gebirgen und dem Hügellande an der westlichen Ostsee nicht selten, sonst sehr zerstreut, östlich der Weichsel noch nicht gefunden. b) Heide-Brombeere. Rubus aestivus plicatus. Blättchen faltig, die äussersten fast sitzend. Kelche immer abstehend. Staubfäden nicht länger als die Griffel. In den sandigen oder moorigen Wäldern des Flachlandes und südwärts bis zur Oberpfalz, Mittelfranken und Hagenau im Elsass. häufig, weiter südwärts zerstreut. Aus: J. Sturm's Flora von Deutschland, Nachdruck nach 1900 mit Chromolithographien (Ernst H. L. Krause: Schriften des Deutschen Lehrer-Vereins für Naturkunde). |