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Röhrenblütler im weiteren Sinn, Teil 1
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Atropa belladonna Aus: J. Sturm's Flora von Deutschland bläulichblühend TollkirscheSynonyme: Atropa belladonnaFamilie: Nachtschattengewächse, Solanaceae Standorte: Laubwälder, Waldränder Verbreitung: Europa, Asien, Nordafrika Blüten: Außen grünlich, innen braunrot Früchte: kirschgroße Beeren, glänzend-schwarz. Wirksame Pflanzenteile: Alle Teile der Pflanze. Warnung: Die Pflanze ist sehr stark giftig! Die Vergiftung erfolgt meist über die Beeren, die angenehm schmecken. Bei Kindern können drei bis vier Beeren tödlich sein. Bei einer Vergiftung kommt es innerhalb einer Viertelstunde zu psychomotorischer Unruhe und Erregung, Rededrang, teils zu Euphorie, Heiterkeit und Lachkrämpfen, aber auch zu Weinkrämpfen. Dann können Halluzinationen auftreten, die Erregung kann sich zur Wut und Tobsucht steigern (Name der Pflanze!). Wichtige Bestandteile: L-Hyoscyamin, Atropin (siehe unten), Scopolamin, wenig Atropamin. Verwendung: Sonstiges: Im Sommer trägt die Pflanze gleichzeitig grüne Blütenknospen, braune Blüten, grüne unreife Beeren und schwarze reife Beeren AtropinWarnung: Giftig! Summenformel: C17H23NO3 Struktur: Literatur:
Bild aus: J. Sturm's Flora von Deutschland Stichworte: Historische Bücher Sturm Buch Flora Deutschland Atropa belladonna |
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Allerdings muss man dabei wissen: Die botanische Klassifikation ist kein statisches System, sondern wird angesichts neuer Erkenntnisse immer wieder geändert. Die botanischen Namen, die im "Sturm" verwendet werden und hier wiedergegeben sind, stimmen daher in etlichen Fällen nicht mehr mit den heutigen Bezeichnungen überein. Die volkstümlichen Pflanzennamen haben sich zwar meist über viel längere Zeit erhalten, sie können aber von Region zu Region variieren.