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Sturm's Flora von Deutschland, Band 14

Haufenblütige, Teil 2

Akanthusblättrige Distel

Akanthusblättrige Distel Akanthusblättrige Distel, Carduus acanthoides.
Tafel 9:
a-c) Blütenzweige, verkl.;
d) Blatt, verkl.;
e und f) Hüllblätter, vergr.;
g) Blüte, vergr.;
h) Staubgefäss, vergr.;
i) Griffel, vergr.;
k) Frucht ohne Krone, vergr.
30 bis 90 cm hoch. Blätter tief fiederspaltig mit gelappten Abschnitten, oberseits fast kahl, unterseits mehr oder weniger behaart, in der Regel grün. Blattzipfel nebst den Flügelrändern des Stengels mit starken Dornspitzen und stachelig gezähnt. Blumen meist kurzgestielt, selten mit längeren, ausnahmsweise auch mit flügellosen Stielen. Blumenhüllen von etwa 10 bis 15 cm Durchmesser, Hüllblätter mit dornig auslaufendem Mittelnerv, aufrecht oder mit etwas auswärtsgebogener Spitze. Blumen rot, selten rosa oder weiss, auch gelbe sollen vorkommen. 2j. 6-10.
Au Strassen, Dämmen und Ufern, auf Weiden und Oedland; häufig im östli-chen Süd- und Mitteldeutschland bis Schwaben, zum württembergischen Unterland, Unterfranken und Kurhessen nebst Reg.-Bez. Hildesheim, Braun-schweig und Magdeburg, aber in den Alpen (bis 800 m) sehr zerstreut und westwärts nur bis Parthenkirchen, im Oberpfälzer Wald und dem Fichtel-gebirge fehlend, in Schlesien bis etwa 450 m aufwärts, zerstreut im würt-tembergischen Jura, dem unteren Neckar- und Maingebiet, sehr zerstreut rheinaufwärts bis zum Breisgau und Colmar, zerstreut längs des Mittelrheins und seiner Nebenflüsse, doch nicht bis Lothringen, zerstreut ferner im östlichen Norddeutschland bis Hinterpommern und zur Altmark sowie in den Reg.-Bez. Lüneburg und Hannover, selten und meist unbeständig im Küstenlande von der Oder westwärts. Fehlt noch in den Vogesen und dem Schwarzwalde nebst deren südlichem Vorlande, dem Bodenseegebiet, Oberschwaben und den Allgäuer Alpen.


Aus: J. Sturm's Flora von Deutschland, Nachdruck nach 1900 mit Chromoli-thographien (Ernst H. L. Krause: Schriften des Deutschen Lehrer-Vereins für Naturkunde).



Zusätzliche Stichworte:
Historische Bücher Sturm Buch Flora Deutschland Distel

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Allerdings muss man dabei wissen: Die botanische Klassifikation ist kein statisches System, sondern wird angesichts neuer Erkenntnisse immer wieder geändert. Die botanischen Namen, die im Sturm verwendet werden und hier wiedergegeben sind, stimmen daher in etlichen Fällen nicht mehr mit den heutigen Bezeichnungen überein. Die volkstümlichen Pflanzennamen haben sich zwar meist über viel längere Zeit erhalten, sind aber noch problematischer: Auch hier gibt es gewandelte Schreibweisen, darüber hinaus können sie von Region zu Region variieren und im übrigen bezeichnen sie nicht immer eine Spezies, sondern zum Teil Gattungen.

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