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Haufenblütige, Teil 2
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(Hieracium cichorium). Tafel 30: a) Pflanze, verkl.: b) Blumenhülle in nat. Gr.; c) Blume in nat. Gr.; d) Blüte in nat. Gr.; e) Staubgefässe, vergr.; f) Griffel, vergr,; g) Fruchthülle in nat. Gr.; h) Früchte auf ihrer Achse, vergr.; i) Frucht in nat. Gr. u. vergr. 15 bis 120 cm hoch, meist dunkelgrün, mehr oder weniger rauhhaarig. Grundblätter und unterste Stengelblätter buchtig fiederspaltig mit drei-eckigen Seitenlappen, die folgenden länglich, buchtig gezähnt, stielähnlich verschmälert, aber am Stengelansatz wieder verbreitert. Mittlere Blätter länglich bis lanzettlich, fast ganzrandig, am Grunde abgerundet, seltener tief herzförmig und stengelumfassend. Obere Blätter klein und hochblatt-ähnlich. Blumen in unterbrochen ährenähnlichem oder mehr rispigem Stande, meist in den Achseln der oberen Blätter, nicht selten teilweise auf längeren, neben einer sitzenden Blume entspringenden, nicht keulenähnli-chen Stielen, nur bei Sonnenschein geöffnet und sich nach dem Lichte dre-hend, in der Regel tief blau, selten rot, nicht so selten weiss. Fruchtkronen aus ganz kurzen stumpfen Schuppen gebildet. 11. 7-8, einzeln bis 11. (Wegwarte.) Hat zuweilen breit gebänderte Stengel. An Strassen, Dämmen und auf Oedland häufig, in den Alpen bis 800 m. Alte Heil-und Gemüsepflanze; im frühen Mittelalter eingeführt. Jetzt in der Heilkunde veraltet, als Salat selten gebraucht, aber seit 100 Jahren wird aus der Wurzel ein vielgebrauchtes Kafleesurrogat gewonnen. Zichorienfelder bedecken in Deutschland reichlich 10 000 ha Ackerland, im Reg.-Bez. Mag-deburg und dem württembergischen Neckkarkreis machen sie fast 1% des Ackerlandes aus, in den badischen Landeskulturbezirken Freiburg und Karlsruhe etwa 0,6 %, ausserdem nur noch im Landeskulturbezirk Mann-heim, den Herzogtümern Anhalt und Braunschweig und dem Reg.-Bez. Au-rich nennenswerte kleinere Bruchteile. Aus: J. Sturm's Flora von Deutschland, Nachdruck nach 1900 mit Chromoli-thographien (Ernst H. L. Krause: Schriften des Deutschen Lehrer-Vereins für Naturkunde). Die Gemeine Wegwarte war die Blume des Jahres 2009. Zusätzliche Stichworte: Historische Bücher Sturm Buch Flora Deutschland Gemeine Wegwarte |
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Allerdings muss man dabei wissen: Die botanische Klassifikation ist kein statisches System, sondern wird angesichts neuer Erkenntnisse immer wieder geändert. Die botanischen Namen, die im Sturm verwendet werden und hier wiedergegeben sind, stimmen daher in etlichen Fällen nicht mehr mit den heutigen Bezeichnungen überein. Die volkstümlichen Pflanzennamen haben sich zwar meist über viel längere Zeit erhalten, sind aber noch problematischer: Auch hier gibt es gewandelte Schreibweisen, darüber hinaus können sie von Region zu Region variieren und im übrigen bezeichnen sie nicht immer eine Spezies, sondern zum Teil Gattungen.