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Sturm's Flora von Deutschland, Band 14

Haufenblütige, Teil 2

Weiche Saudistel

Weiche Saudistel Weiche Saudistel, Sonchus oleraceus
oder Hieracium oleraceum.

Tafel 49:
a) Blumenstand, verkl.;
b) Blatt, verkl.;
c) Frucht ohne Krone, vergr.
20 bis 90 cm hoch. Blätter weich, kahl, mehr oder weniger buchtig mit sta-chelspitzigen Zähnen, die untersten in einen Stiel verschmälert, die übrigen mit pfeilförmigem Grunde sitzend, fiederspaltig mit grossem dreieckigem Endabschnitt, seltener ungestielt. Blumenstiele meist kahl, seltener behaart und drüsig. Hüllen kahl. Früchte hellbraun, die Rippen kerbig höckerig. 1j. 6-10. (Sonchus oleraceus und laevis; Gänsedistel, Saukohl, Dudistel.) Hat zuweilen 3 Keimblätter.
In Gärten, auf Aeckern, an Strassen, Dämmen und auf Oedland häufig, in den Alpen bis über 800 m.


Aus: J. Sturm's Flora von Deutschland, Nachdruck nach 1900 mit Chromoli-thographien (Ernst H. L. Krause: Schriften des Deutschen Lehrer-Vereins für Naturkunde).




Zusätzliche Stichworte:
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Allerdings muss man dabei wissen: Die botanische Klassifikation ist kein statisches System, sondern wird angesichts neuer Erkenntnisse immer wieder geändert. Die botanischen Namen, die im Sturm verwendet werden und hier wiedergegeben sind, stimmen daher in etlichen Fällen nicht mehr mit den heutigen Bezeichnungen überein. Die volkstümlichen Pflanzennamen haben sich zwar meist über viel längere Zeit erhalten, sind aber noch problematischer: Auch hier gibt es gewandelte Schreibweisen, darüber hinaus können sie von Region zu Region variieren und im übrigen bezeichnen sie nicht immer eine Spezies, sondern zum Teil Gattungen.

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