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Sturm's Flora von Deutschland, Band 14

Haufenblütige, Teil 2

Spanisches Mauseohr

Spanisches Mauseohr Spanisches Mauseohr, Hieracium aurantiacum
Tafel 60:
a und b) Pflanze, verkl.;
c) Blume in nat. Gr.;
d) Hülle in nat. Gr.
Grasgrün. Mit verlängerten, vor Bildung der Rosette zuweilen nur Nieder-blätter tragenden Ausläufern. Blätter länglich verkehrteiförmig, schwach gebuchtet, auf beiden Mächen mit langen, oft rostfarbenen Haaren. Sten-gel 25 bis 60 cm hoch, unten mit einigen Blättern, mit langen Haaren und kürzeren
Drüsen, oben ausserdem sternhaarig, mit ungefähr 7 Blumen. Hüllblätter langhaarig, drüsig und zerstreut sternhaarig. Blumen orangerot bis rot-braun, selten gelb. Griffel braun. 6-8.
Auf Wiesen und Mooren; nicht selten in den Alpen von 1400 bis 2100 m, sehr zerstreut im übrigen Deutschland. Als Gartenblume seit Jahrhunderten gezogen, wahrscheinlich mit Ausnahme der Alpen und einiger Standorte im Bayerischen Wald, auf dem Riesengebirge, dem Harz und den Vogesen überall aus Kulturen stammend, doch lässt sich die ursprüngliche Verbrei-tung von der nachträglichen schwer scheiden; vielleicht findet man noch Rassenunterschiede zwischen den einheimischen Formen und der kultivier-ten, welch letztere aus den Pyrenäen stammt.


Aus: J. Sturm's Flora von Deutschland, Nachdruck nach 1900 mit Chromoli-thographien (Ernst H. L. Krause: Schriften des Deutschen Lehrer-Vereins für Naturkunde).




Zusätzliche Stichworte:
Historische Bücher Sturm Buch Flora Deutschland

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Allerdings muss man dabei wissen: Die botanische Klassifikation ist kein statisches System, sondern wird angesichts neuer Erkenntnisse immer wieder geändert. Die botanischen Namen, die im Sturm verwendet werden und hier wiedergegeben sind, stimmen daher in etlichen Fällen nicht mehr mit den heutigen Bezeichnungen überein. Die volkstümlichen Pflanzennamen haben sich zwar meist über viel längere Zeit erhalten, sind aber noch problematischer: Auch hier gibt es gewandelte Schreibweisen, darüber hinaus können sie von Region zu Region variieren und im übrigen bezeichnen sie nicht immer eine Spezies, sondern zum Teil Gattungen.

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