Transformierter Mohn
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Der Klatschmohn zieht die Kamera-Objektive der Natur-Freaks magisch an. Kein Wunder, schließlich glänzen seine seidig-lasziv hingestreckten Blütenblätter in einem fetten Lippenrot, wie es bei keiner anderen Blüte zu finden ist. Schon das ganz normale Blütenportrait des Mohns fängt den Blick ein - aber gerade wegen seiner Gestalt und seiner intensiven Farbe eignet sich die Mohnblüte ganz hervorragend für die digitale Verfremdung.

 

 

 

 
Den folgenden Bilder ist eines gemeinsam: Sie wurden fouriertransformiert, im Frequenzraum wurden dann per Hochpass mit steilen Flanken die niederfrequente Teile des Bildspektrums eliminiert. Dann wurden das Frequenzbild rücktransfomiert.  Das Ergebnis ist hier zu sehen - eine eigentümlich Verfremdung, wie sie mit den üblichen Methoden der Grafikprogramme nicht zu erreichen ist. Charakteristisch: Große Farbflächen laufen aus, während die Konturen der ursprünglichen Fläche betont werden.

 

 

 

 
Schneidet man noch mehr tiefe Frequenzen aus dem Bild heraus und modifiziert das rückkonvertrierte Bild zusätzlich mit einem Schärfungsfilter, sieht das Ergebnis wieder etwas anders aus. Das Eliminieren der tiefen Frequenzen bringt eine Farbverschiebung im Ortsbereich des Bildes mit sich: Die rote Farbe läuft aus den Blütenblättern heraus und färbt die Umgebung an.

 

 

 

 
Hier sind die Farben der Umgebung vor der Fouriertransformation mit dem Photoshop selektiv modifiziert worden.

 

 

 

 
Auch hier hat Photoshop die Farben vor der Fouriertransformatione modifiziert. Zusätzlich ist das Bild nach der Rücktransformation aus dem Frequenzbereich mit diversen Filtern zur Schärfung und lokalen Kontrastverstärkung bearbeitet worden. In der Umgebung der Blüte treten Flecken, die in den vorausgegangenen Bildern nur schwach erkennbar waren, deutlicher hervor. Diese Flecken sind Ausdruck höherer Freqenzen, die nach der Elimination der niedrigen Frequenzen deutlicher in Erscheinung treten. Hier sind sie - im Gegensatz zu den vorausgegangenen Bilder - durch nachträgliche Kontrastverstärkung hervorgehoben worden.

 


August 2004 - Das Copyright der Bilder liegt bei Dr. Bernhard Wiedemann. Jegliche Verwertung dieser Bilder ist honorarpflichtig und bedarf der ausdrücklichen Genehmigung.