Schafgarbe (Gartenzuchtform)
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Stempel einer Schafgarbe

 

Die Schafgarbe wächst normalerweise wild auf unseren Wiesen und Feldern. Sie blüht weiß. Für den Garten gibt es allerdings auch Zuchtformen mit anderen Farben. Hier eine rote Zuchtform.

Im ersten Bild wurde der von einigen Pollen besetzte Stempel herausvergrößert, das zweite Bild zeigt den Teil einer Doldentraube.

Historische Bilder: Aus Köhlers Medizinalpflanzen und aus Sturms Flora von Deutschland

 

Schafgarbe  

 

Schafgarbe  

In der Fora von Sturm ist die wilde Schafgarbe abgebildet, die bei uns auf den Wiesen wächst.

Schafgarbe  

Auch in Köhlers Medizinalpflanzen darf die wilde Schafgarbe natürlich nicht fehlen, hier ist sie noch naturgetreuer abgebildet - aber gerade der Köhler ist ja bekannt für seine hervorragenden Abbildungen.

Der Name Garbe, so schreibt Köhler, ist von dem altnordischen Begriff gjörvi abgeleitet, der in etwa fertig, fertig ausgerüstet, vollständig, vollendet bedeutet. Im Mittelalter hatte die Pflanze regional aber auch andere Namen, wie beispielsweise Schafrippe, wilder Bienenpfeffer oder Jungfrauaugbroen.

Zur Anwendung lesen wir im Köhler: "Die Schafgarbe wird im Aufguss, als frisch gepresster Saft und Extrakt zu Frühlingskuren, bei Intermittens, chronischen Leber- und Milztumoren und als Stomachicum verwendet; das zerquetschte frische Kraut auch zu zertheilenden Umschlägen. Iva findet Anwendung gegen Epilepsie und wird in der Schweiz zur Bereitung eines feinen Liqueurs gebraucht. Das blühende Kraut wird im Junu oder Jili gesammelt, getrocknet und im geschnittenen Zustande aufbewahrt. Man sammelt wohl auch die Büthendoldentraube, befreit von den fiederspaltigen Blättern, allein. Das Kraut riecht schwach, nicht angenehm aromatisch und hat einen salzigen und herben, wenig bitteren Geschmack. Die Blüthen besitzen einen stärkeren, mehr bitteren, jedoch etwas angenehmeren Geruch und Geschmack."

Schafgarbe

Hier zeigt Köhler eine der zusammengesetzten Blüten (ein Blütenkörbchen) im Detail. Man sieht gut die einzelnen Blüten, die außen mit ihrem einzelnen großenBlütenblatt anders strukturiert sind als innen - wie dies bei den Compositae (Korbblütlern) so üblich ist.



 

 

Schafgarbe

Und hier die Details der Blüten: Oben ein Griffel-Oberteil, wie es im ersten Bild auch als Foto zu sehen ist. 7 und 8 sind Blüten, einmal ganz, einmal längsgeschnitten. Unten in der Mitte ein isoliertes Staubgefäß.


 

 


2008 - Das Copyright der Bilder liegt bei Dr. Bernhard Wiedemann. Jegliche Verwertung dieser Bilder ist honorarpflichtig und bedarf der ausdrücklichen Genehmigung.