| 22.02.2008 | Nachrichten Home |
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| Umweltgift im Hausstaub |
| Vor allem Kleinkinder sind gefährdet |
Seit langem vermiest der Hausstaub manchen Menschen das Leben: Er enthält oft den Kot der Hausstaubmilben, auf den entsprechend prädisponierte Zeitgenossen allergisch reagieren. Doch heutzutage scheinen sich im Hausstaub auch längst verbotene Umweltgifte anzusammeln, die vor allem kleinen Kindern gefährlich werden können. |
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Hausstaub enthält neben "Schmutz" eine ganze Reihe von Chemikalien, die durch die Wohnungsausstattung (wie Fußbodenbeläge) oder Produkte des täglichen Gebrauchs (wie Schädlingsbekämpfungsmittel) in die Wohnungen gelangen. Da Kleinkinder die Welt zunächst auch mit Lippen und Zunge erkunden, stecken sie bekanntlich alles Mögliche in den Mund. Dabei nehmen sie natürlich auch Hausstaub und damit gesundheitsschädliche Stoffe auf. Das Umweltbundesamt hat deshalb Hausstaub analysiert und unter anderem nach DDT, PCP, weiteren Schädlingsbekämpfungsmittel wie HCB (Hexachlorbenzol) oder polychlorierten Biphenylen (PCB) gesucht. DDT ist ein langlebiger Umweltschadstoff, der auf das zentrale Nervensystem wirkt und das menschliche Hormonsystem beeinflusst. PCP gilt ebenso wie DDT als "möglicherweise Krebs erregend beim Menschen". Diese Stoffe waren früher in Holzschutzmitteln für den Innenraum enthalten.
Die Produktion und Anwendung dieser Stoffe ist zum Teil schon lange verboten, weil sie Schaden anrichten. Durch verschiedene ausländische Produkte gelangen sie aber noch heute in den Innenraum und somit in den Hausstaub. DDT wurde bei den Analysen des UBA in 39 Prozent, PCP sogar in 83 Prozent der Hausstaubproben nachgewiesen. Dabei kommt beispielsweise das Mückenbekämpfungsmittel DDT in den neuen Ländern häufiger im Hausstaub vor, der Wirkstoff PCP dagegen, der bis 1989 in Holzschutzmitteln enthalten war, tauchte häufiger in den alten Bundesländern auf. Auch einige der PCB, die zum Beispiel noch bis 1989 in Kondensatoren eingesetzt worden waren und außerdem in Fugendichtungsmassen vorkamen, finden sich häufiger im Hausstaub aus den alten Bundesländern. Die Daten ermittelte das UBA zwischen Mai 2003 und 2006 in 600 Haushalten mit Kindern. Der Bericht mit seinen Details kann unter http://www.umweltdaten.de/publikationen/fpdf-l/3356.pdf kostenlos herunter geladen werden. Unter http://www.umweltbundesamt.de/survey/ gibt es den aktuellen Stand zu weiteren Publikationen zum Kinder-Umwelt-Survey. |
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