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Kirschen aus Sturms Flora von Deutschland, Band 8: Rosengewächse – Tafel 60
Kirschen
Seltene Kulturpflanzen sind Prunus avium + mahaleb und P. padus + virginiana.
Zweifelhafter Herkunft sind die meisten Sauerkirschen oder Weichseln, Prunus dubia
cerasus.
Tafel 60:
a) Blütenzweig, verkl.;
b) Fruchtzweig, verkl.;
c) durchschnittene Frucht;
d) Steine.
Viele meinen, dass noch eine besondere Art (Baumweichsel, Prunus corasus) darunter sei, welche sich von der Strauchweichsel hauptsächlich durch den Wuchs, aber auch durch die Gestalt der Fruchtsteine unterscheide, auch fehlen oft die Blattstiel drüben. Einzelne leiten die Baumweichseln von der Zwergkirsche ab. Möglicherweise stammen sie aber alle, soweit sie nicht reine Strauchweichselabkömmlinge sind, von Bastarden zwischen dieser und der Süsskirsche ab. Zu den Süsskirschenbastarden gehört die Glaskirsche, Prunus hybrida acida. Solche hybride oder als hybrid verdächtige Sauerkirschen kommen nicht selten verwildert vor. Sie haben zuweilen eine verlängerte Blütezeit, einzeln auch Blüten mit zwei Fruchtblättern.
Aus: J. Sturm’s Flora von Deutschland, Nachdruck nach 1900 mit Chromolithographien (Ernst H. L. Krause: Schriften des Deutschen Lehrer-Vereins für Naturkunde).

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