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Echter Steinklee aus Sturms Flora von Deutschland, Band 9: Hülsenfrüchte – Tafel 32
Echter Steinklee, Medicago officinalis
Tafel 32, Fig. 1:
a) Oberer Teil der Pflanze, verkl.;
b) Blüte in nat. Gr. u. vergr.;
c – e) Kronblätter, vergr.;
f) Blüte ohne die Kronblätter, vergr.;
g) Unreife Frucht in nat. Grösse und vergr.;
h) offene Frucht, vergr.
Immer stark riechend, auch getrocknet noch. 30 bis 100 cm hoch. Nebenblätter pfriemlich. Blumen gelb. Fahne und Flügel fast gleich lang, das Schiffchen kürzer. Früchte stumpf, stachelspitzig , kahl, vorwiegend querrunzelig, die reifen gelbbraun, meist einsamig. 6 – 10. (Synonyme: Melilotus Petitpierreana , M. arvensis.)
An Wegen, Ufern und auf Oedland nicht selten, oft von auswärts eingeschleppt, in Süd- und Mitteldeutschland auch Getreide-, namentlich Haferunkraut. Als Heilkraut veraltet (Herba Meliloti).
Ziegerklee, Medicago Besseriana
Tafel 32, Fig. 2:
a) Oberer Teil der Pflanze, veril.;
b) Blüte in nat. Gr.;
c) Kelch, vergr.;
d) Frucht in nat. Gr.;
e) Frucht, vergr.;
f) geöffnete Frucht, vergr.;
g) Samen in nat. Gr. und vergr.
Untere Nebenblätter mit vielzähnigem Rande. Früchte längsaderig, ein- oder zweisamig. Die Pflanze hat den bekannten Kräuterkäsegeruch. 6-7.
Rassen:
a) Wilder Ziegerklee, Medicago Besseriana procumbens. Stengel aufrecht oder niederliegend. Blättchen lineallänglich. Früchte ungefähr dreimal so lang wie der Kelch, in einen gekrümmten Schnabel auslaufend.
Aus Südosteuropa neuerdings öfter eingeschleppt.
b) Echter Ziegerklee, Medicago Besseriana coerulea. Stengel aufrecht, ungefähr 60 cm hoch, einfach. Blättchen länglich eiförmig. Früchte wenig länger als der Kelch, plötzlich in einen kurzen Schnabel zusammengezogen (Melilotus coeruleus; Siebenzeit).
In Süd- und Mitteldeutschland manchmal in Gärten gezogen und dann nicht selten verwildert, am häufigsten in Schlesien, einzeln auch in Norddeutschland gefunden.
Aus: J. Sturm’s Flora von Deutschland, Nachdruck nach 1900 mit Chromolithographien (Ernst H. L. Krause: Schriften des Deutschen Lehrer-Vereins für Naturkunde).


Bild aus: J. Sturm’s Flora von Deutschland


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