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Echte Kornelkirsche aus Sturms Flora von Deutschland, Band 12: Schirmblumige – Tafel 40
Echte Kornelkirsche, Comus mas
Tafel 40 :
a) Laubzweig, verkl.;
b) Blütenzweig, verkl.;
c) Blütenstandshülle in nat. Gr. (die Blütenstielchen sind abnorm lang oder verzeichnet);
d) aufbrechende Blüte, vergr.;
e) Blüte in nat. Gr. und vergr.;
f) Fruchtknoten, vergr.;
g) Frucht in nat. Gr.;
h) dieselbe geöffnet;
i) Fruchtstein in nat. Gr.
1 bis 6 m hoch. Zur Blütezeit gänzlich blattlos. Zweige grau oder bräunlich, anfangs behaart. Blütenstände an überjährigen Kurztrieben, doldig, sitzend, am Grunde mit vier breiteiförmigen behaarten Hüllblättern, welche fast so lang sind wie die etwa 5 mm langen behaarten Blütenstielchen. Blumen gelb. Blätter länglich, zugespitzt, beiderseits etwas behaart. Früchte etwa 2 cm lang, in der Regel rot, saftig, essbar. 2-4. (Synonyme: Cornus mascula; Erlitz, Herlitze, Dürlitze, Beinholz, Horn-, Juden- und Welsche Kirsche, Kornelle.)
In Nieder- und Mittelwäldern und Gesträuchen; nicht selten in der elsässischen Ebene und in Lothringen, zerstreut im preussischen Mosel- und Saargebiet sowie in Thüringen, sehr zerstreut und meist vereinzelt im übrigen Süd- und Mitteldeutschland und dem östlichen Norddeutschland, selten und einzeln im Nordwesten.
Die Kornelkirsche wird sowohl ihrer Früchte als auch ihres Holzes wegen kultiviert, aus letzterem werden die als Ziegenhainer bekannten Stöcke gemacht. In den allermeisten Landschaften beruht ihr Vorkommen auf Verwilderung, aber zwischen Metz und Trier wuchs sie schon im 10. Jahrhundert häufig wild. Im gr. Altertum galten die Kornelkirschen als Schweinefutter.
Aus: J. Sturm’s Flora von Deutschland, Nachdruck nach 1900 mit Chromolithographien (Ernst H. L. Krause: Schriften des Deutschen Lehrer-Vereins für Naturkunde).

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