Stichworte: Band13, Flora, Historie, Sturm, aus Bewie's Mikrowelt

Echter Wermut aus Sturms Flora von Deutschland, Band 13: Haufenblütige – Tafel 31
Echter Wermut, Artemisia absinthium
Tafel 31:
a) Blatt, verkl.;
b) Blumenstand, verkl.;
c) Mittelblüte vergr.;
d) Randblüte, vergr.;
e) Frucht, vergr.
Streng-aromatisch. 60 bis 120 cm hoch, grau- bis weissfilzig. Blätter lang gestielt, am Grunde des Stieles mit kurzen ganzrandigen Oehrchen oder ohne Oehrchen, doppelt bis dreifach fiederspaltig mit 2 bis 5 mm breiten Zipfeln, beiderseits dicht behaart, oberseits meist graugrün, unterseits meist weiss. Blumenstände rispig mit traubigen Zweigen, Deckblätter der Blumenstiele meist ganzrandig, oft auch die Zweigdeckblätter ganzrandig. Blumen nickend, von ungefähr 4 mm Durchmesser, Hüllblätter graufilzig und hautrandig, Blumenkronen gelb. Staudig mit meist zweijährigen Trieben, die heurigen fast bis 40 cm hoch, aber fast bis zum Grunde verfrierend. 8-10. (Synonyme: Absinth.)
An Ufern, Dämmen, Strassen, auf Oed- und Grasland, vorwiegend auf Salzboden; nicht selten längs der Küsten und im Donaugebiet, sonst mehr zerstreut.
Als Zauber- und Würzkraut im frühen Mittelalter, vielleicht schon im Altertum, eingeführt, noch jetzt in der Heilkunde sowohl als auch zu Zaubereien und zum Verscheuchen von Insekten gebräuchlich. Der Wermutschnaps (Absinth) ist gefährlich.
Aus: J. Sturm’s Flora von Deutschland, Nachdruck nach 1900 mit Chromolithographien (Ernst H. L. Krause: Schriften des Deutschen Lehrer-Vereins für Naturkunde).

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