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Neue Wucherblume aus Sturms Flora von Deutschland, Band 13: Haufenblütige – Tafel 60
Neue Wucherblume, Senecio vernalis
Tafel 60.
a) Pflanze in nat. Gr.;
b) Hüllblattspitze, vergr.;
c) Frucht, vergr.
4 bis 60 cm hoch, anfangs meist dick spinnewebig, später oft kahl. Schwache Pflanzen nicht selten einfach und einblumig. Blätter meist kraus, fiederspaltig mit breitem Mittelstreif, die Seitenabschnitte meist dreieckig, an stärkeren Pflanzen immer gezähnt, am Grunde manchmal ein paar grössere, gezähnte, mehr oder weniger stengelumfassende Abschnitte („Oehrchen“). Aussenhüllblätter etwa sechs, zuweilen bis zwölf, viermal kürzer als die Haupthülle , ihre obere Hälfte schwarz. Blumen in der Regel mit strahlenden Randblüten, von 12 bis 18 mm Durchmesser, hin und wieder ohne Strahl, selten mit weissen Strahlblüten. Früchte kurzhaarig, Haarkrone dauerhaft. 1j, meist im Spätsommer keimend. 4-7, seltener 8-11. (Synonyme: Frühlings-Kreuzkraut.)
Auf Aeckern, an Ufern, Wegen und auf Oedland, in lichten Wäldern; häufig im östlichen Nord- und Mitteldeutschland bis Lübeck, Lauenburg, Lüneburg, Thüringen, zerstreut bis zur Grafschaft Hoya, selten bis zur Rheinprovinz und Baden. Kam in Ostpreussen schon im Anfang des 18. Jahrhunderts vor, wanderte im übrigen Deutschland erst im Laufe des 19. Jahrhunderts von Osten ein, überschritt in den zwanziger Jahren die Weichsel und drang gleichzeitig in Schlesien ein, überschritt in den fünfzigern die mittlere Oder, in den achtzigern die mittlere Weser, erschien in Thüringen schon um 1850, wurde in Mecklenburg in den Siebzigern, im Lüneburgischen erst in den neunzigern häufig, wandert immer noch weiter. Erregte bei ihrem ersten massenhaften Auftreten unter dem Korn in vielen Gegenden grossen Schrecken, erhielt den früher von Chamaemelum segetum getragenen Namen „Wucherblume“, gab Anlass zu vielen Polizeiverordnungen, konnte aber nicht ausgerottet werden. Sie schadet auch kaum, da sie von kräftigem Korn bald überwachsen und erdrückt wird.
Aus: J. Sturm’s Flora von Deutschland, Nachdruck nach 1900 mit Chromolithographien (Ernst H. L. Krause: Schriften des Deutschen Lehrer-Vereins für Naturkunde).
Wikipedia über Greiskräuter

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