Stichworte: Eukaryoten, Flora, Historie, Thomé, aus Bewie's Mikrowelt

Bilsenkraut
Tafel 523. Hyoscyamus niger L. (schwarzes Bilsenkraut) A Blütenzweig. 1 Blumenkrone, Staubblätter und Stempel; 2 Staubblätter; 3 Stempel, Fruchtknoten im Längsschnitte; 4 Frucht im Kelche; 5 Kapsel; 6 sich öffnende Kapsel; 7 Querschnitt durch die Kapsel; 8 Same; 9 desgl. im Längsschnitte. 2, 3, 8 und 9 vergrössert.

Drüsenhaarig-zottig-schmierige, widerlich riechende Kräuter mit randschweifigen bis buchtig-fiederspaltigen Blättern. Obere Blätter sitzend, halb-stengelumfassend, unterste gestielt. Blüten fast sitzend, in beblätterten, anfänglich eingerollten, später verlängerten, einseitswendigen Wickeln. Kelch krugförmig, fünfzähnig, bleibend. Blumenkrone trichterig, fünflappig, mit dunkelviolettem Grunde und schmutzig-gelblichem, violett-geädertem Saume. Kapsel an ihrem Grunde bauchig-erweitert, im Kelche eingeschlossen, zweifächerig, an der Spitze mit einem Deckel aufspringend. Samen flach-nierenförmig, feinnetzig-grubig. Blütezeit Juni, Juli; gynomonöcisch, Zwitterblüten homogam. Höhe 30 bis 60 cm. Auf fettem Boden, Schutt, an wüsten Plätzen; nicht selten, aber unbeständig. Sehr giftige Pflanze; die Blätter, Folia Hyoscyami, sind offizinell.


Bilder und Texte (z.T leicht modifiziert) aus: Thome, Flora von Deutschland, Österreich und der Schweiz, 2. Auflage


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