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Birne Herbst Sylvester
Herbst Sylvester

Heimath und Vorkommen: sie soll angeblich von van Mons aus Samen erzogen und nach einem Sekretair Sylvester (Sylvestre d’hiver) genannt sein. In Deutschland ist sie ziemlich verbreitet und kommt vielfach als König von Württemberg vor.
Literatur und Synonyme:
1. Herbstsylvester (Diel, Kernobstsorten, 1821, S. 170).
2. König von Württemberg (Dittrich I. S. 649).
3. Frédéric de Wurtemberg (André Leroy, Dictionnaire de Pomologie No. 529).
4. Die Herbstsylvester (Jahn, Illustrirtes Handbuch der Obstkunde No. 39).
5. Frédéric de Wurtemberg, Medaille d’or (R. Hogg, the fruit Manual, 1875. S. 451).
6. Medaille d’or (Royer, Annales de pomologie belge et étrangère, 1853, I. S. 91). Gestalt: kreiselförmige, etwa 70 mm breite und 80 mm hohe Frucht; der Bauch sitzt dem Kelche genähert, um den sich die Frucht flach abrundet, während sie nach dem Stiele zu mit schlanken Einbiegungen abnimmt und mit konischer Spitze endet.
Kelch: offen; Blättchen kurz, hartschalig; Kelcheinsenkung flach und weit, gewöhnlich ohne Falten.
Stiel: stark, lang, oft etwas fleischig, meist obenauf wie eingesteckt, doch auch mitunter zur Seite gebogen.
Schale: glatt, hellgelb mit grünlichen Flecken, später citronen-gelb; stark besonnte Frucht mitunter schwach geröthet; hellbraune, feine Rostfiguren um Kelch und Stiel.
Fleisch: weiss, saftreich, schmelzend, von feinem, gewürzhaftem, etwas zimmetartigem Zuckergeschmack.
Kernhaus: schwach hohlachsig; Fächer enge, länglicheirunde, lang zugespitzte, dunkelbraune, oft schlecht entwickelte Samen enthaltend.
Reife und Nutzung: Anfang bis Mitte October, oft bis Mitte November dauernd. Sie gehört zu den besten und feinsten Tafelbirnen und verdient allgemein angepflanzt zu werden.
Eigenschaften des Baumes: er wächst gut, ist früh und reichlich tragbar, bildet auf Wildling schöne Pyramiden, verlangt guten Boden und etwas geschützte Lage. Auf Quitte kommt er nicht fort.
Sommertriebe mittellang, gekrümmt, glänzend, ledergelb; Blüthenknospen dick, kurzkegelförmig, etwas wollig; Blattknospen kegelförmig, spitz, abstehend; Blätter länglich-eiförmig, lang zugespitzt, glatt, fein gezähnt, bisweilen auch ganzrandig, etwas wellenförmig

Aus Lauche: Deutsche Pomologie, Verlag von Paul Parey, 1883.

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