Stichworte: Flora, Historie, Lauche aus Bewie's Mikrowelt

Birne neue Crasanne
Neue Crasanne

Heimath und Vorkommen: sie wurde von Boisbunel, Baumschulenbesitzer in Rouen, aus Samen gezogen;
der Mutterstamm trug die ersten Früchte im Jahre 1855. In Deutschland ist sie noch wenig verbreitet; sie verdient aber in Hausgärten und geschützten Lagen wegen ihrer Güte, Tragbarkeit und späten Reifzeit häufig angepflanzt zu werden.
Literatur und Synonyme:
1. Passe Crasanne, (Liron d’Airoles, Lyste synonymique histbrique des diverses variétés du poirier, 1857, Supplement, S. 40).
2. Passe Crasanne (André Leroy, Dictionnaire de Pomologie No. 734).
3. Passe Crasanne (Mas, le Verger, No. 38).
4. Passe Crasanne (Burvenich, Bulletins d’arboriculture, 1877, S. 273).
5. Passe Crasanne (R. Hogg, the fruit Manual, 1875, S. 491).
6. Passe Crasanne (Bivort; Album de Pomologie I. Taf 40).
7. Die neue Crasanne (Jahn, Illustrirtes Handbuch der Obstkunde, No. 221).
8. Edel-Crasanne (Engelbrecht, Vereinsblatt für die Mitglieder des deutschen Pomologen-Vereins, 1882, S. 4). Gestalt: grosse, stumpf-kegelförmige, oft rundliche, etwa 80 mm breite und ebenso hohe Frucht; der Bauch sitzt nach dem Kelche zu, um den die Frucht sich flach abrundet, während sie nach dem Stiele ohne oder mit nur schwachen Einbiegungen abnimmt und mit stark abgestumpfter Spitze endet. Die Hälften sind oft ungleich.
Kelch: offen oder halboffen; Blättchen klein, aufrecht, oft hartschalig und verstümmelt; Kelcheinsenkung flach und weit, von Falten umgeben, die oft über die Frucht verlaufen.
Stiel: lang, stark, holzig, braun, an der Spitze verdickt, in tiefer Einsenkung, oft wie eingedrückt.
Schale: dick, glatt, oft etwas rauh, grün, später grünlich-gelb, mit zusammenfliessendem, zimmtfarbigem Roste bedeckt, der auf der Sonnenseite nur die Grundfarbe durchscheinen lässt. Geruch fehlt.
Fleisch: gelblich-weiss, fein, schmelzend, saftreich, von gewürzhaftem, angenehm süssweinigem Geschmacke.
Kernhaus: hohlachsig; Fächer klein, muschelförmig, gut entwickelte, schwarzbraune, kurz zugespitzte, mit kleinen Köpfchen versehene Samen enthaltend; Granulation wenig bemerklich.
Reife und Nutzung: Januar, Februar. In warmen geschützten Lagen eine vorzügliche Frucht für die Tafel.
Eigenschaften des Baumes: er wächst mässig stark, trägt gut, bildet auch auf Quitte schöne Pyramide, verlangt aber warme, geschützte Lage und guten, mässig feuchten Boden. Sommertriebe mässig stark, schlank, hellbraun, schwach punktirt; Fruchtaugen stumpf-kegelförmig; Holzaugen spitz, abstehend; Blatt eirund oder elliptisch, kurz zugespitzt, schwach gezähnt: Nebenblätter linienförmig.

Aus Lauche: Deutsche Pomologie, Verlag von Paul Parey, 1883.

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