Stichworte: Flora, Historie, Lauche aus Bewie's Mikrowelt

Birne neue Fulvie
Neue Fulvie

Heimath und Vorkommen: sie wurde von Gregoire in Jodoigne in Belgien aus Samen gezogen, der Baum brachte im Jahre 1854 die ersten Fruchte Sie findet sich unter den Sorten, welche von dem Congresse in Namur als die vorzüglichsten bezeichnet wurden und Dr Reisich empfahl sie bereits auf der allgemeinen Versammlung deutscher Pomologen zu Gorlitz zur allgemeinen Anpflanzung.
Literatur und Synonyme:
1. Nouvelle Fulvie (Annales de Pomologie belge et étrangère, IV S 59).
2. Nouvelle Fulvie (André Leroy, Dictionnaire de Pomologie, II. S. 467).
3. Belle de Jarnac (André Leroy, Dictionnaire de Pomologie, No 90).
4. Neue Fulvie (Jahn, Illustrirtes Handbuch der Obstkunde, No. 510).
5. Nouvelle Fulvie (R Hogg, the fruit Manual, 1875. S 487). Gestalt: grosse, birnformige, sehr veränderliche, etwa 80 mm breite und 95 mm hohe Frucht; der Bauch sitzt mehr nach dem Kelche zu, um den die Frucht sich eiförmig abrundet; nach dem Stiele macht sie schwache Einbiegungen und endet mit kegelförmiger Spitze.
Kelch: offen; Blattchen gross, lang zugespitzt, aufrecht, Kelcheinsenkung eng und tief, von schwachen Falten umgeben.
Stiel: stark, massig lang, braun, geht gewohnlich ohne Absatz in die Frucht über, wird aber auch mitunter durch die wulstig sich erhebende Spitze zur Seite gedruckt
Schale: glatt, fein, citronengelb, wovon jedoch wenig sichtbar ist, da fast die ganze Oberflache der Frucht mit braungelbem, zusammenhängendem, auf der Schattenseite etwas rauhem, Roste überzogen ist; stark besonnte Früchte sind mitunter auf der Sonnenseite schwach geröthet.
Fleisch: gelblich-weiss, fein, schmelzend, sehr saftreich, von gewürzhaftem, süssweinigem Geschmacke.
Kernhaus: stark hohlachsig; Fächer geräumig, gut ausgebildete, lang zugespitzte, dunkelbraune Samen enthaltend. Granulationen sind nicht vorhanden.
Reife und Nutzung: Januar bis Februar. In warmer Lage eine ganz vorzügliche Frucht für die Tafel.
Eigenschaften des Baumes: er wächst lebhaft, ist sehr fruchtbar, bildet auf Quitte und Wildling schöne Pyramiden, verlangt aber warmen Standort und fruchtbaren Boden. Sommertriebe lang und stark, bräunlich-geröthet, schwach punktirt; Fruchtaugen stumpf-kegelförmig; Holzaugen spitz, abstehend; Blatt elliptisch, auch oval-lanzettlich, scharf zugespitzt, schwach gezähnt.

Aus Lauche: Deutsche Pomologie, Verlag von Paul Parey, 1883.

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