Stichworte: Eukaryoten, Flora, Historie, Thomé aus Bewie's Mikrowelt

Bisamkraut
Tafel 552. Adoxa Moschatellina L. (gemeines Bisamkraut) A blühende Pflanze. 1 Blütenköpfchen; 2 Endblütchen; 3 und 4 fünf- und vierzählige Blütenknospe von oben gesehen; 5 Seitenblüte von unten gesehen; 6 Blütenlängsschnitt; 7 einfächeriges (halbes) Staubblatt; 8 Frucht; 9 häutig umrandeter Same; 10 Samenlängsschnitt. 1 bis 10 vergrössert.

Zartes, 8 bis 15 cm hohes, nach Moschus riechendes Kraut. Wurzelstock abwechselnd mit fleischigen Schuppen und mit langgestielten, einfachoder doppelt-dreischnittigen Blättern besetzt. Blattabschnitte, wie auch die gegenständigen Stengelblätter, zwei- bis dreispaltig, mit ganzen oder zweibis dreilappigen Zipfeln. Blüten zu 4 bis 6 in einem endständigen Köpfchen, gelblich-grün; Endblüte des Köpfchens vierzählig (VIH, 4), Seitenblüten fünfzählig (X, 5). Kelch der viergliederigen Blüten zweiteilig, der fünfgliederigen dreiteilig, halb-oberständig. Es sind anscheinend doppelt so viel Staubblätter als Abschnitte der Blumenkrone vorhanden; da die Staubbeutel aber einfächerig sind, nimmt man an, die ursprünglich zweifächerigen Staubblätter hätten sich gespalten. Die Staubblätter stehen anfangs von der Narbe entfernt (Insektenbestäubung), später legen sie sich an dieselben an (Selbstbestäubung). Frucht mit 1 bis 5 Steinkernen; an ihrer Spitze vom Griffel gekrönt und über ihrer Mitte von dem bleibenden Kelch umrandet. Blütezeit März, April. Homogam. In feuchtem Gebüsch und schattigen Wäldern; verbreitet.


Bilder und Texte (z.T leicht modifiziert) aus: Thome, Flora von Deutschland, Österreich und der Schweiz, 2. Auflage

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