Stichworte: Eukaryoten, Flora, Historie, Thomé, aus Bewie's Mikrowelt

Bittersüßer Nachtschatten
Tafel 518. Solanum Dulcamara L. (Bittersüss, bittersüßer Nachtschatten) A Blüten-, B Fruchtzweig. 1 Teil des Blütenstandes; 2 Teil des Blütenlängsschnittes ; 3 Staubbeutel; 4 Fruchtknotenquerschnitt; 5 Same; 6 Längsschnitt durch denselben. 1 bis 6 vergrössert.

Wurzelstock ohne Knollen. Stengel verholzend; ausdauernder, liegender oder kletternder Strauch. Aste krautig, wie auch die Blätter kahl oder angedrückt-behaart. Die liegenden Äste werden 30 bis 60 cm lang, die kletternden 3 m und mehr. Blätter gestielt, eiförmig oder eilänglich, zugespitzt, mit oft herzförmigem oder spiessförmigem Grunde, die oberen am Grunde oft mit 1 bis 2 gegenständigen Ohrchen. Blüten in end- oder seitenständigen, überhängenden, trugdoldigen Wickeln. Blütezeit Juni bis August. Kelch fünfspaltig, bleibend, bei der Fruchtreife unverändert. Blumenkrone violett, am Grunde eines jeden Zipfels 2 grüne, weissberandete Flecken, Scheinnektarien, selten ganz weiss. Fleischige Beere eiförmig, rot, im offenen Kelche sitzend, vielsamig. Mit Ausnahme der Beeren stark giftig; die Stengel, Stipites Dulcamarae sind offizineil. In Gebüschen und Hecken, an Ufern und Waldrändern; nicht selten.


Bilder und Texte (z.T leicht modifiziert) aus: Thome, Flora von Deutschland, Österreich und der Schweiz, 2. Auflage

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