Stichworte: Flora, Historie, Thomé, aus Bewie's Mikrowelt

Blutauge
Tafel 337. Comarum palustre L. (Sumpf-Blutauge) A blühende Pflanze. 1 Staubblatt 2 einzelner Stempel; 4 desgl. im Längsschnitte. 1 bis 4 vergrössert.

Stengel aus kriechendem Grunde aufsteigend, unten kahl, oben samt den Blütenstielen flaumig. Blätter fiederschnittig, mit 5 bis 7 scharfgesägten, oberseits dunkel- unterseits bläulich-grünen, länglichen oder lanzettlichen spitzen Abschnitten. Blüten endständig, seltener einzeln, meist in Avenigbis vielblutigen, unregelmässigen Trugdolden. Kelch doppelt, fünfspaltig, bleibend, grünlich und namentlich inwendig trüb-blutrot überlaufen. Kronenblätter 5, kleiner als die Kelchzipfel, wie die zahlreichen Staubfäden und Stempel purpurbraun. Blütezeit Juni, Juli; im Kelchgrunde reichlich Nektar. Höhe 30 bis 100 cm. In Sümpfen, Mooren und Torfwiesen; in gebirgigen und subalpinen Gegenden stellenweise sehr häufig, an anderen Orten fehlend.


Bilder und Texte (z.T leicht modifiziert) aus: Thome, Flora von Deutschland, Österreich und der Schweiz, 2. Auflage

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