Stichworte: Flora, Historie, Thomé, aus Bewie's Mikrowelt

Buchsbaum
Tafel 394. Buxus sempervirens L. (immergrüner Buchsbaum, Buxbaum) A blühender Zweig. 1 Blütenknäuel; 2 männliche Blüte mit ihrem kleinen Vorblatte; 3 desgl. von oben gesehen; 4 weibliche Blüte; 5 Querschnitt durch den Fruchtknoten; 6 aufgesprungene Frucht; 7 Same; 8 Längsschnitt durch denselben. 1 bis 8 vergrössert.

Holzpflanzen mit gegenständigen, einfachen, ganzrandigen, kahlen, lederartigen, immergrünen, nebenblattlosen Blättern. Blüten unscheinbar, einhäusig, mit Vorblättern, in kleinen, blattachselständigen Knäueln, in welchen mehrere männliche Blüten die weibliche Gipfelblüte umgeben. Männliche Blüten mit 4 Blütenhüllblättern, vor welchen 4 Staubblätter stehen, und einem kleinen, unfruchtbaren Fruchtknotenreste. Weibliche Blüten mit 2 dreigliederigen Blütenhüllkreisen und einem dreifächerigen Fruchtknoten. Jedes Fruchtknotenfach enthält 2 hängende Samenknospen. Die 3 dicken, fleischigen Griffel tragen zweilappige Narben. Die Frucht ist eine Kapsel, deren äussere Hautschicht fachspaltig aufspringt, während die innere sich scheidewandspaltig, zweiklappig öffnet. Samen eiweisshaltig , mit grossem Keimlinge. Ästchen oft fast vierkantig. Blätter eiförmig bis eilänglich. Blattstiele gewimpert. Blüten grünlich-gelb, sitzend. Blütezeit März, April. Die weibliche Blüte entwickelt ihre Narbe vor der Offnung der männlichen Blüten desselben Knäuels. Höhe 15 bis 300 cm. Giftig. In Gebirgsgegenden des westlichen Teiles des Gebietes von der Mosel bis zum Jura; sehr häufig in Gärten als Wegeeinfassung angepflanzt.


Bilder und Texte (z.T leicht modifiziert) aus: Thome, Flora von Deutschland, Österreich und der Schweiz, 2. Auflage

Kommentar schreiben

Kommentar