Stichworte: Flora, Historie, Thomé, aus Bewie's Mikrowelt

Edelkastanie
Tafel 177. Castanea vulgaris (Kastanie, Esskastanie, Edelkastanie, Marone). A Blühender Zweig; 1 Zipfel der männlichen Blütenhülle; 2 männliche Blüte; 3 Staubbeutel; 4 desgl. der Quere nach durchschnitten; 5 drei weibliche Blüten in der durchgeschnittenen Anlage des Fruchtbechers, 2 Blüten sind ebenfalls durchschnitten; 6 aus dem Becher herausgelöste weibliche Blüte; 7 Früchte vom Fruchtbecher umhüllt; 8 Frucht. 1 bis 6 vergrössert.

Blätter länglich-lanzettlich, zugespitzt, stachelspitzig-gesägt, auf der Oberseite glänzend grün. Männliche Blüten mit fünf- bis sechsspaltiger Hülle und 12 Staubblättern; weibliche (mit 5 bis 8 Narben) zu mehreren in einer borstentragenden, zum vierlappigen, staclieligen Fruchtbecher auswachsenden Hülle. Blütezeit Mai, Juni. Hochwüchsiger Baum, der in Süd- und Mitteldeutschland eine Höhe von 25 und mehr Meter erreicht, etwa bis Mosel und Main vielfach, weiter nördlich mehr vereinzelt als Obstbaum angebaut wird, auch vielfach verwildert und dann oft strauchartig ist; ursprünglich wild wohl nur in der Südschweiz und Südtirol.


Bilder und Texte (z.T leicht modifiziert) aus: Thome, Flora von Deutschland, Österreich und der Schweiz, 2. Auflage

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