Stichworte: Flora, Historie, Thomé, aus Bewie's Mikrowelt

Efeu
Tafel 426. Hedera Helix L. (Efeu) A nichtblühender, B blühender, C fruchtender Zweig. 1 Blüte; 2 desgl. im Längsschnitte; 3 Stempel; 4 und 5 Frucht im Längs- und im Querschnitte; H Same; 7 desgl. im Längsschnitte. 1 bis 7 vergrössert.

Stengel kriechend oder mittelst kleiner Klammerwurzeln kletternd. Blätter lederig, kahl, glänzend, immergrün, oft helladerig; die der nicht blühenden Zweige aus herzförmigem Grunde eckig-fünflappig, mit stumpfen oder spitzen Lappen, dunkelgrün; die der blühenden Zweige ei- oder rautenförmig, bis lanzettlich, ganzrandig, lang-zugespitzt, heller grün. Blüten in einfachen Dolden. Dolden und Blütenstiele weichhaarig. Blüten regelmässig, zwitterig. Kelchsaum klein, fünfzähnig; oberständig. Kronenblätter fünf, grünlich-gelb. Staubblätter fünf. Fruchtknoten fünfzähnig, von einem fleischigen Diskus gekrönt. Griffel fünf, zusammenneigend oder in einen einzigen verwachsen. Beere schwarz, bläulich-bereift, erst im Frühjahre reifend; giftig. Blütezeit August bis Oktober. Homogam; die breite Scheibe auf dem Fruchtknoten (Fig. 3) sondert reichlich insektenanlockenden Nektar ab. In Wäldern, an Felsen und Mauern häufig, aber nur im westlichen und südlichen Teile des Gebietes häufiger blühend.


Bilder und Texte (z.T leicht modifiziert) aus: Thome, Flora von Deutschland, Österreich und der Schweiz, 2. Auflage

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