Stichworte: Flora, Historie, Thomé aus Bewie's Mikrowelt

Feigenkaktus
Tafel 414. Opuntia vulgaris Miller (Opuntie, Feigenkaktus). A zwei Glieder einer blühenden Pflanze. 1 Blütenlängsschnitt; 2 Staubblätter; 3 Griffel mit Narbe; 4 Narbe von oben gesehen; 5 Frucht; 6 Samen; 7 desgl. im Längsschnitte. 2 bis 4, 6 und 7 vergrössert.

Der 1 Meter und länger werdende, sehr ästige Stamm und dessen ausgebreitete Äste liegen nieder und bestehen aus flachen, dick-fleischigen, bis handgrossen Gliedern, welche mit kurzen, feinen, in vielzähligen Büscheln zusammensitzenden Dornen besetzt sind. Die Blüten finden sich am oberen Teil der obersten Glieder; sie sind zwitterig, regelmässig, besitzen zahlreiche, ineinander übergehende Kelch- und Blumenkronenblätter, zahlreiche freie Staubblätter, einen unterständigen Fruchtknoten und einen an seinem Grunde eingeschnürten Griffel mit viel strahliger Narbe. Die Frucht ist eine auf dem Scheitel genabelte, essbare Beere. Die fast eiweisslosen Samen enthalten einen gekrümmten Keimling, Blumenkrone schwefelgelb. Blütezeit Juni. Honiglose, sich regelmässig selbst bestäubende Pollenblume. Auf sonnigen Felsen in der Südschweiz und Südtirol eingebürgert.


Bilder und Texte (z.T leicht modifiziert) aus: Thome, Flora von Deutschland, Österreich und der Schweiz, 2. Auflage

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