Stichworte: Flora, Historie, Thomé, aus Bewie's Mikrowelt

Fenchel
Tafel 435. Foeniculum officinale Allioni (gebräuchlicher Fenchel). A Blüten und Früchte tragender Zweig. 1 Blüte; 2 Blütenlängsscknitt; 3 Stempel; 4 Frucht; 5 reife Frucht, ein Teilfrüchtchen im Längsschnitte; 6 Frucht im Querschnitte; 7 Teilfrüchtchen ohne Stempelpolster im Längsschnitte. 1 bis 7 vergrössert.

Stengel aufrecht, stieh-und, feingerillt, samt den Blättern bläulichbereift, kahl wie die ganze Pflanze. Blattfiedern lang, an der Spitze mit einem mützenförmigen Öhrchen. Blätter drei- bis vierfach-fiederschnittig. Zipfel lineal-pfriemlich oder borstlich; die oberen Blätter länger. Hülle und Hüllchen fehlend. Dolden gross, 10- bis 20 strahlig. Kelchrand verwischt. Kronenblätter sattgelb, rundlich, abgestutzt, eingerollt, einander gleich. Frucht süss gewürzig schmeckend und angenehm riechend, länglich, auf dem Querschnitte fast kreisrund; Riefen 5, hervortretend, stumpfgekielt, die seitenständigen randend und breiter. Thälchen einstriemig, Fugenfläche zweistriemig. Fruchtträger frei, zweiteilig. Blütezeit Juli, August. Höhe 1 bis 2 m. Aus Südeuropa stammend, als Küchengewächs und der offizinellen Früchte, Fructus Foeniculi, halber gebaut und öfter verwildert.


Bilder und Texte (z.T leicht modifiziert) aus: Thome, Flora von Deutschland, Österreich und der Schweiz, 2. Auflage

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