Stichworte: Flora, Historie, Thomé aus Bewie's Mikrowelt

Fichtenspargel
Tafel 463. Monotropa Hypopitys L. (gemeiner Fichtenspargel) AB blühende Pflanze. 1 Blüte mit Deckblatt; 2 Blüte nach Entfernung der Kelchblätter und eines Kronenblattes; 3 Kronenblätter; 4 Blüte im Längsschnitte; 5 Staubblätter, Stempel und ein Kelchblatt. 2 bis 5 vergrössert.

Blassgelbliches, wachsartiges, zerbrechliches, blattgrünloses (?) Kraut. Stengel 15 bis 25 cm hoch, statt der Blätter mit gelblichen Schuppen besetzt und wie diese kahl, an seiner Spitze eine reichblütige, von Deckblättern gestützte, anfänglich überhängende Blütentraube tragend. Endständige Blüten fünf-, seitenständige vierzählig. Kelch vier- bis fünfblätterig. Blumenkröne glockig, vier- bis fünfblätterig; deren Blätter an ihrem Grunde ausgesackt, an ihrer Spitze meist gezähnelt. Staubblätter 8 bis 10. Staubbeutel durch Vereinigung ihrer beiden Fächer einfächerig, an der Innenseite mit einem Querspalt aufspringend. Fruchtknoten vier- bis fünffächerig, am Grunde eines jeden Faches mit 2 Nektarien. Narbe trichterig, von einem Borstenkranze umgeben. Frucht eine ovale, fachspaltig-aufspringende, vielsamige Kapsel. Samen in einen röhrenartigen, netzigen Samenmantel eingeschlossen. Keimling sehr klein, in der Spitze eines fleischigen Nährgewebes. Insektenbestäubung ist notwendig, da der Borstenkranz den eigenen Blütenstaub von der Narbe fernhält. In schattigen, feuchten Wäldern, zwischen halbfaulen und modernden Buchenblätteni und Fichtennadeln; nicht selten.


Bilder und Texte (z.T leicht modifiziert) aus: Thome, Flora von Deutschland, Österreich und der Schweiz, 2. Auflage


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