Stichworte: Flora, Historie, Thomé aus Bewie's Mikrowelt

Gelbe Rose
Tafel 341A. Rosa lutea Miller (Gelbe Rose). A Blütenzweig. A 1 doppelt-, scharf- und drüsig-gesägter Blattrand; A2 Staubblatt; A3 Hagebutte. 1 und 2 vergrössert.
Stacheln der Schösslinge gerade, gedrungen, einander ungleich, kräftig, untermischt mit Stachelborsten. Blättchen 5 bis 9, beiderseits lebhaft grün, rundlich, elliptisch bis umgekehrt-eiförmig, meist spitz, unterseits drüsig, doppelt- und scharf-drüsig-gesägt. Kelchzipfel mit Anhängseln, kürzer als die Blumenkrone, an den plattkugeligen Hagebutten weit abstehend oder zurückgebogen. Staubbeutel pfeilförmig. Blütezeit Juni. 1 bis 2 Meter hoher, zuweilen schwach klimmender Strauch. Aus dem Süden; in Gärten angepflanzt und hie und da in Zäunen und Gebüschen verwildert; wild auf Gipsfelsen im Wallis.

Tafel 341B. Rosa pimpinellfolia L. (Bibernellblätterige Rose) B Blütenzweig.
Stamm, Äste und Zweige mit ungleich langen, geraden, am Grunde zuweilen breiten, zum Teil borstenförmigen Stacheln, meist dicht bewaffnet. Blättchen klein, eiförmig-rundlich, kahl, doppelt-gezähnt und unterseits zerstreut-drüsig. Nebenblätter schmal, oberwärts plötzlich verbreitert, mit lanzettlichen, auseinanderfahrendeu Öhrchen. Blüten stiele meist kahl. Kronenblätter weiss, selten etwas rosenrot (Kosa rosea Koch, Rosenrote Rose). Hagebutte kugelig; reif schwärzlich; auf geradem, selten gekrümmtem Stiele. Blütezeit Mai, Juli. An sonnigen, steinigen Abhängen und Waldrändern auf Kalk- und Sandboden, verbreitet, namentlich in Norddeutschland.


Bilder und Texte (z.T leicht modifiziert) aus: Thome, Flora von Deutschland, Österreich und der Schweiz, 2. Auflage

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