Stichworte: Flora, Historie, Thomé, aus Bewie's Mikrowelt

Goldlack
Tafel 271. Cheiranthus Cheiri L. (Goldlack) AB Pflanze, natürl. Grösse; 1 Blüte im Längsschnitt, am Grunde eines jeden der kürzeren Staubfäden findet sich ein dunkelgrünes Nektarium, vergrössert; 2 Stempel, desgl.; 3 Frucht, im Querschnitte; 4 aufgesprungene Frucht; 5 Samen, natürl. Grösse und vergrössert; 6 derselbe im Querschnitte (Spaltwurzler).

Der ein- bis dreijährige und dann halbstrauchige Stengel wird 30 bis 60 cm hoch und sehr ästig. Blätter lanzettlich, spitz, mit einfachen, zerstreuten, anliegenden Haaren besetzt, ganzrandig, unterste jedoch beiderseits ein- bis zweizähnig. Die Blüten sind bei der jungen wildwachsenden Pflanze schwefel-, dotter-, gold- bis orangegelb, bei der vielfach kultivierten, eigentlichen Ch. Cheiri L. auch noch braungelb bis fast purpurn. Blüte sehr wohlriechend. Schote zusammengedrückt-vierkantig, walzenförmig oder fast zweischneidig. Narbe tief zweilappig mit zurückgekrümmten Lappen. Samen einreihig. Blütezeit Ende April bis Juni. Zerstreut auf altem Gemäuer, namentlich im westlichen Teile des Gebietes; vielleicht nur verwildert.


Bilder und Texte (z.T leicht modifiziert) aus: Thome, Flora von Deutschland, Österreich und der Schweiz, 2. Auflage

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