Stichworte: Flora, Historie, Thomé, aus Bewie's Mikrowelt

Granatapfel
Tafel 418. Punica Granatum L. (Granate, Granatapfel) A Blütenzweig. 1 Blütenlängsschnitt; 2 Querschnitt durch den unteren Teil, 3 durch den oberen Teil des Fruchtknotens; 4 Frucht; 5 Längsschnitt durch die Frucht; 6 Same; 7 und 8 desgl. im Längs- und im Querschnitte; 9 Keimling. 2, 3, 7, 8 vergrössert; 5 verkleinert.

Bei uns die im Orient heimische, vielfach kultivierte, in Südtirol verwilderte P. Granatum L., Granate, Granatapfel, ein Strauch oder kleiner, unregelmässig verzweigter, oft dornig bewehrter Baum. Blätter gegenständig, an verkürzten Trieben büschelig, sehwach-lederig, kurz-gestielt, länglich-lanzettlich bis umgekehrt-eiförmig, ganzrandig, kurz-zugespitzt, bis stumpf und fast ausgerandet. Blüten regelmässig, zwitterig, einzeln, endständig und in den Achseln den obersten Blätter, honig- und geruchlos, homogam oder vorstäubend. Kelch, Blumenkrone und Blütenboden rot. Letzterer über den Fruchtknoten hinaus in eine unten fleischige Röhre vorgezogen. Kelch und Blumenkrone 5- bis 8-, meist 6-zählig; Staubblätter in unbestimmter Anzahl in vielen Kreisen; Blütezeit Juni, Juli. Frucht eine apfelförmige, bis über 10 cm dicke, vom Kelche gekrönte Beere, mit dicker, lederartiger, blutroter, brauner, grünlicher oder gelblicher Schale. Ihr Inneres enthält, durch häutige Scheidewände getrennt, zahlreiche Samen, deren Aussenschicht saftig, durchsichtig, rosenrot ist und ihres erfrischenden Geschmackes halber genossen wird. Die Wurzelrinde, Cortex Granati, ist offizinell.


Bilder und Texte (z.T leicht modifiziert) aus: Thome, Flora von Deutschland, Österreich und der Schweiz, 2. Auflage

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