Stichworte: Flora, Historie, Thomé, aus Bewie's Mikrowelt

Heidelbeere, Preiselbeere
Tafel 466A. Vaccinium Myrtillus L. (Heidelbeere, Schwarzbeere, Blaubeere, Bickbeere.) A Blüten- und Fruchtzweig. AI Blütenlängsschnitt; A2 Blüte ohne die Krone; A3 Staubblätter; A4 Stempel mit dem Kelche; A5 Querschnitt durch den Fruchtknoten; A6 Beere; A7 Längsschnitt durch dieselbe; A8 Same; A9 Längsschnitt durch denselben. 1 bis 9 vergrössert.
Äste scharfkantig. Blätter eiförmig, klein-gesägt, kahl. Strauch mit aufsteigenden oder aufrechten, bis 30 cm langen Ästen. Blüten einzeln, blattwinkelständig. Kelch ein oberständiger, vier- bis fünfzähniger oder undeutlicher, bleibender Saum. Blumenkrone weisslich-grün, rötlich-überlaufen. Staubblätter 8, seltener 10. Frucht eine vier- bis fünffächerige Beere mit vielsamigen Fächern, schwarz, blau-bereift, sehr selten weiss (var. leucocarpuni Doli) oder grün. Blütezeit April, Mai, auf den Alpen bis in den Juni. Geruchlos; nachstäubend; sehr nektarreich. Nektarsuchende Insekten stossen an die Anhängsel der Staubbeutel an und bewirken so die Entleerung des Blütenstaubes auf ihren Kopf. In Wäldern, auf Heiden, trockenen Torfmooren und Felsen; gemein.


Tafel 466B. Vaccinium Vitis Idaea L. (Preiselbeere, Kronsbeere) Fruchtzweig.
Blätter umgekehrt-eiförmig, stumpf, kaum gekerbt, am Rande zurückgerollt, unterseits punktiert; Immergrün. 10 bis 15 cm hoher Strauch mit eiförmigen oder umgekehrt-eiförmigen, ganzrandigen oder sehr schwach gekerbten, am Rande zurückgerollten Blättern. Blüten in endständigen, überhängenden Trauben; weiss oder rötlich. Blumenkrone glockig. Beere kugelig, scharlachrot. Blütezeit Mai, Juni und zum zweiten Male Ende Juli, August. Homogam. Bestäubung wie bei V. Myrtillus. In schattigen Wäldern und auf Heiden; mancherorts sehr häufig, an anderen Stellen ganz fehlend.




Bilder und Texte (z.T leicht modifiziert) aus: Thome, Flora von Deutschland, Österreich und der Schweiz, 2. Auflage


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