Stichworte: Flora, Historie, Thomé, aus Bewie's Mikrowelt

Hopfenklee
Tafel 363A. Medicago lupulina L. (Hopfenklee) A Blütenzweig. AI junge, A 2 reife Frucht, vergrössert.
Hülsen wehrlos, d. h. nicht mit Dornen oder Zähnen besetzt. Hülsen nierenförmig, gedunsen, an ihrer Spitze eingerollt, im Mittelpunkte geschlossen. Stengel in der Regel ausgebreitet. Blättchen umgekehrt-eiförmig-keilig, die der obersten Blätter schmäler; mitunter schwach ausgerandet; im oberen Teile schwach gezähnelt. Nebenblätter eiförmig, fast ganzrandig. Blütentrauben reichblütig, ährig-kopfförmig. Blüten klein (1,5 bis 3 mm lang), goldgelb. Hülsen kahl oder angedrückt-flaumig. Blütezeit April bis Herbst. Mit Explosionsvorrichtung. Stengel 15 bis 60 cm lang. Auf Wiesen, Feldern, an Wegrändern, durch das ganze Gebiet; selten auch als Futterkraut kultiviert.

Tafel 363B. Medicago maculata Willdenow (gefleckter oder arabischer Schneckenklee). B Blütenzweig.
Der hintere Schenkel der Fruchtdornen entspringt aus dem Fruchtrande selbst. Blättchen meist mit einigen dunkeln Flecken. Hülse rundlich, abgeplattet, deren Windungen aderig. Adern unter einer dünnen Haut halb verborgen. Rückennaht gefurcht; ganzer Rand dreifach-gefurcht. Von Gliederhaaren etwas rauh. Blättchen breit-umgekehrteiförmig, oberseits kahl. Nebenblätter tief-gezähnt. Schiffchen länger als die Flügel. Blumenkrone gelb. Blütezeit Mai, Juni. Stengel 20 bis 50 cm lang. Im Gebiet des Adriatischen Meeres; sonst hier und da namentlich mit Wolle eingeschleppt und verwildert, so in Rheinland und Westfalen.


Bilder und Texte (z.T leicht modifiziert) aus: Thome, Flora von Deutschland, Österreich und der Schweiz, 2. Auflage

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