Stichworte: Eukaryoten, Flora, Historie, Thomé aus Bewie's Mikrowelt

Judenkirsche
Tafel 519. Physalis Alkekengi L. (gemeine Judenkirsche, Schlutte, Blasenkirsche, Lampionblume) A Blütenzweig; 1 Blütenlängsschnitt; 2 Staubblätter; 3 Stempel, mit dem gelben Nektarium; 4 Frucht und Fruchtkelch im Längsschnitt; 5 Beere; 6 desgl. im Querschnitte; 7 einzelner Same; 8 und 9 Same im Längs- und Querschnitte. Figur 1 bis 3 und 7 bis 9 vergrössert.

Ausdauernde Krautpflanze mit 30 bis 60 cm hohem, meist vom Grunde an ästigem Stengel und langgestielten, eiförmigen, ganzrandigen Blättern. Blüten einzeln, blattachselständig. Kelch fünfspaltig, bleibend, bei der Fruchtreife aufgeblasen, eiförmig, mit fünfzähnigem Saume. Blumenkrone radförmig, schmutzig-weiss. Fruchtkelch zuletzt ziegelrot, die von ihm umschlossene, zweifächerige, vielsamige Frucht mennigrot. Blütezeit Mai bis Juli. Nachstäubend. Höhe 30 bis 100 cm. Auf trockenen steinigen Hügeln, namentlich auch in Weinbergen, auf Schutt, in Hecken; auch als Zierpflanze angebaut; zerstreut, nicht häufig.


Bilder und Texte (z.T leicht modifiziert) aus: Thome, Flora von Deutschland, Österreich und der Schweiz, 2. Auflage


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