Stichworte: Flora, Historie, Lauche aus Bewie's Mikrowelt

Julidechantsbirne
Julidechantsbirn

Heimath und Vorkommen: über ihre Entstehung ist nichts genaueres bekannt. Duhamel beschrieb sie zuerst im Jahre 1768; wahrscheinlich stammt sie aus Frankreich. In Deutschland ist sie noch nicht so verbreitet, wie sie es wegen ihrer Güte und reichen Tragbarkeit verdient.
Literatur und Synonyme:
1. Doyenné d’automne (de Launay, le Bon-Jardinier, 1808, S. 134).
2. Doyenné roux (Louis Noisette, le Jardin fruitier, 1839, S. 127).
3. Graue Dechantsbirne (Diel I. S. 65).
4. Vergoldete weisse Butterbirne (Dittrich I. S. 648).
5. Poire Crottée (Decaisne, le Jardin fruitier du Museum, 1859,II).
6. Doyenné gris (André Leroy, Dictionnaire de Pomologie No. 440).
7. Graue Dechantsbirne (Jahn, Illustrirtes Handbuch der Obstkunde, No. 56).
8. Doyenné gris (Mas, le Verger, No. 108).
9. Red Doyenné (R. Hogg, the fruit Manual, 1875. S. 497).
10. Saint-Michel gris (Thomas, Guide pratique, S. 267). II. PassaTutti (Diel, Versuch einer systematischen Beschreibung der Kernobstsorten, 1801. I. S. 210). Gestalt: mittelgrosse, kugel- oft auch kreiselförmige, etwa 75 mm breite und 80 mm hohe Frucht: der Bauch sitzt wenig nach dem Kelche zu, um den die Frucht sich schön abrundet;
nach dem Stiele nimmt sie ohne Einbiegungen ab und endet mit abgerundeter Spitze.
Kelch: geschlossen; Blättchen sehr kurz, härtlich, mit den Spitzen zusammenneigend; Kelcheinsenkung sehr flach und eng.
Stiel: kurz, dick, bräunlich, oben auf, wie eingedrückt in ziemlich tiefer und enger Einsenkung.
Schale: dünn, fein, etwas rauh, grünlich-gelb, später hellgelb, fast gänzlich mit feinem, zimmtfarbigem Roste überzogen; Punkte stark, zerstreut, gelblich-braun. Stark besonnte Früchte sind mitunter auf der Sonnenseite schwach bräunlich geröthet.
Fleisch: weiss, fein, saftvoll, butterhaft, von zimmtartig gewürztem, angenehm süssweinigem Zuckergeschmacke.
Kernhaus: geschlossen; Fächer geräumig, gut ausgebildete, kurz zugespitzte, schwarzbraune Samen enthaltend; Granulationen sind kaum bemerklich.
Reife und Nutzung: Ende October, November. Sie zählt zu den besten Früchten für die Tafel.
Eigenschaften des Baumes: er wächst mässig und ist sehr tragbar. Auf Quitte gedeiht er nicht und muss für Zwergstämme auf schwachtreibende Wildlinge veredelt werden; er verlangt guten, feuchten Boden und warme, geschützte Lage. Sommertriebe schwach und mässig lang, grünlich-braun, fein punktirt; Fruchtaugen stumpf-kegelförmig, etwas wollig; Holzaugen eiförmig, spitz, abstehend; Blatt elliptisch, oft auch eiförmig, lang zugespitzt, schwach gesägt; Blattstiel mässig lang und stark.

Aus Lauche: Deutsche Pomologie, Verlag von Paul Parey, 1883.

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