Stichworte: Flora, Historie, Thomé, aus Bewie's Mikrowelt

Kapernstrauch
Tafel 311. Capparis spinosa L. (gemeiner dorniger Kappernstrauch, Kapernstrauch) A Blütenzweig; 1 Blütengrundriss; 2 Staubblatt; 3 Frucht; 4 dieselbe durchschnitten; 5 Same; 6 derselbe im Längsschnitte; 7 Keimling. 2 und 4 bis 7 vergrössert.

Bis 1 m hoher Strauch, Blätter eiförmig, oft fast kreisrund, stumpf oder spitz oder ausgerandet. Am Grunde der Blattstiele stehen meist 2 kurze, dornige, gebogene Nebenblätter (var. acutifolia; dieselben fehlen bei der Form iuermis). Blüten gross, Blumenblätter weisslich. Jüngere Zweige, Blütenstiele, Blattnerven, Staubfäden und Stempelträger sind meist rot angelaufen. Blütezeit Juni. Die in der Regel nierenförmigen Samen sind eiweisslos, besitzen zusammengefaltete oder gekrümmte Samenlappen und sind dem Fruchtbrei der Beeren eingelagert. In Felsspalten, auf Mauern und sandigen Feldern in Südtirol; mehrfach kultiviert. Die noch geschlossenen Blütenknospen kommen als Kapper (Kapern) in den Handel.


Bilder und Texte (z.T leicht modifiziert) aus: Thome, Flora von Deutschland, Österreich und der Schweiz, 2. Auflage

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