Stichworte: Eukaryoten, Flora, Historie, Thomé, aus Bewie's Mikrowelt

Kriechender Günzel
Tafel 516. Ajuga reptans L. (kriechender Günsel) A blühende Pflanze. 1 Knospe; 2 Blüte; 3 desgl. im Längsschnitte; 4 Staubblätter; 5 Stempel; 6 Nüsschen im Kelche; 7 zwei Nüsschen; 8 Nüsschen von der Anheftungsseite. 1 bis 8 vergrössert.

Mit kriechenden Ausläufern. Stengel zweizeilig behaart oder ziemlich kahl. Blätter oft purpurn überlaufen, länglich-umgekehrt-eiförmig, ausgeschweift oder schwach-gekerbt, untere in den Blattstiel verlaufend, obere sitzend, in die Deckblätter übergehend; obere Deckblätter so lang oder kürzer als die Blumenkrone. Blüten zu mehreren in Scheinquirlen, im Grunde der Krone ein Haarring. Kelch fünfzähnig. Blumenkrone dadurch scheinbar einlippig, dass die Oberlippe nur aus 2 kleinen Läppchen besteht und dass diese seitlich auf die Unterlippe gerückt sind; letztere ist dreispaltig, mit grösserem, umgekehrtherzförmigem Mittelzipfel. Fruchtknoten nicht bis zu seinem Grunde geteilt; Nüsschen netzig-runzelig, mit grosser, seitlicher Fläche angewachsen. Blütezeit Mai, Juni; grossund kleinblumig; meist homogam, seltener vor- oder nachstäubend. Höhe 15 bis 30 cm. An Rainen, Bächen, auf Wiesen, in Gehölzen; gemein.


Bilder und Texte (z.T leicht modifiziert) aus: Thome, Flora von Deutschland, Österreich und der Schweiz, 2. Auflage

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