Stichworte: Flora, Historie, Lauche aus Bewie's Mikrowelt

Millets Butterbirne
Millet’s Butterbirn

Heimath und Vorkommen: sie wurde in Angers (Frankreich) aus Samen gezogen und im Jahre 1849 von der Gartenbau-Gesellschaft der Maine et Loire nach ihrem langjährigen Präsidenten Millet benannt. In Deutschland ist sie noch wenig verbreitet, verdient aber wegen ihrer Gute und Tragbarkeit in Hausgarten und geschützten Lagen recht häufig angepflanzt zu werden.
Literatur und Synonyme:
l. Beurré Millet, (André Leroy, Dictionnaire de Pomologie, No. 232).
2. Beurré Millet (Mas, le Verger, poires d’hiver, No. 35).
3. Millet’s Butterbirn (Oberdieck, Illustrirtes Handbuch der Obstkunde, No. 735).
4. Beurré Millet (R. Hogg, the fruit Manual, 1875, S. 401). Gestalt: mittelgrosse, kreisel- oder abgestumpft-kegelförmige, etwa 80 mm breite und 85mm hohe, etwas veränderliche Frucht; der Bauch sitzt nach dem Kelche zu, um den die Frucht sich flach abrundet, wahrend sie nach dem Stiele mit kurzen Einbiegungen in eine abgestumpfte Spitze endet.
Kelch: geschlossen; Blattchen lang zugespitzt, oft klein und hartschalig; Kelcheinsenkung flach und eng, oft mit Falten umgeben, die über die Frucht sich hinziehen und dieselbe unförmlich und beutig machen.
Stiel: kurz, stark, gerade, braun, holzig, sitzt in tiefer, weiter Einsenkung, entweder auf der Spitze der Frucht, oder seitwärts.
Schale: stark, olivengrün, später gelblich, matt glänzend, ohne alle Röthe; Punkte zahlreich, oft hellgrün umringelt; um Kelch und Stiel findet sich zusammenhängender, brauner Rost.
Fleisch: weiss, unter der Schale schwach grünlich, schmelzend, saftreich, von ausgezeichnetem, zimmetartig- gewürztem, süssweinigem Geschmack.
Kernhaus: stark, hohlachsig; Fächer geräumig, kurz zugespitzte, schwarzbraune Samen enthaltend; Granulationen kaum bemerklich.
Reifzeit und Nutzung: November-Januar. In gutem, feuchtem Boden und in warmer Lage eine vorzügliche Tafelfrucht.
Eigenschaften des Baumes: er wächst mässig, ist sehr fruchtbar, bildet auf Quitte schöne Pyramiden und gedeiht am besten in warmen Lagen. Sommertriebe mässig stark und lang, olivenfarbig, silberhäutig, schwach punktirt; Fruchtaugen stumpfkegelförmig; Holzaugen spitz, abstehend; Blätter mittelgross, glänzend, elliptisch, schwach gezähnt; Blattstiel kurz und stark; Nebenblätter linienförmig.

Aus Lauche: Deutsche Pomologie, Verlag von Paul Parey, 1883.

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