Stichworte: Flora, Historie, Thomé, aus Bewie's Mikrowelt

Mispel
Tafel 344. Mespilus germanica L. (Mispel) A Blütenzweig. 1 Fruchtboden mit Kelch; 2 Blütenlängsschnitt; 3 Griffel und Narben; 4 Frucht; 5 Fruchtstein; 6 desgl. im Längsschnitt. 3 vergrössert.

Dorniger, bei der Kultur seine Dornen verlierender Strauch oder kleiner, bis etwa 5 m hoher Baum. Blätter ganzrandig oder vorne gezähnelt, länglich-lanzettlich, unterseits grün, filzig, nebenblattlos. Blüten endständig, einzeln, gross. Fruchtboden kreiselartig; Fruchtzipfel blattartig. Blumenkrone weiss. Frucht kugelig, vom Kelchsaum gekrönt, füufsteinig, an ihrer Spitze mit einer Scheibe, die so breit wie der grösste Querdurchmesser der Frucht ist, erst bei beginnender Fäulnis mürbe und geniessbar. Blütezeit Mai. Die Blüten sind homogam und bestäuben sich regelmässig selbst. In Wäldern Mittel- und Süddeutschlands, namentlich auf Kalkboden; in Norddeutschland kaum; vielfach angebaut, auch wohl verwildert.


Bilder und Texte (z.T leicht modifiziert) aus: Thome, Flora von Deutschland, Österreich und der Schweiz, 2. Auflage

Kommentar schreiben

Kommentar