Stichworte: Flora, Historie, Thomé aus Bewie's Mikrowelt

Myrte
Tafel 419. Myrtus communis L. (gemeine Myrte) A Blütenzweig. 1 Blumenkronen-, 2 Staubblätter; 3 Blütenlängsschnitt; 4 Stempel mit Kelch; 5 Querschnitt durch den Fruchtknoten; 6 Frucht; 7 Same; 8 Längsschnitt durch denselben. 1 bis 8 vergrössert.

Bei uns nur die im südlichsten Tirol an sonnigen Felsen verwilderte im übrigen vielfach als Topfpflanze kultivierte und zu Brautschmuck dienende M. communis L., Gemeine Myrte, ein niedriger, selten mehrere Meter hoher Strauch. Blätter immergrün, wechselständig, sehr kurz-gestielt, eirund bis lanzettlich und lineal-lanzettlich, mehr oder weniger zugespitzt, ganzrandig, lederig, oberseits dunkel-, unterseits hellgrün, beiderseits glänzend, kahl. Blüten einzeln in den Achseln der oberen Blätter; langgestielt, regelmässig, zwitterig. Kelch 4- bis 5 spaltig, Bluraenkrone mit eben so vielen Blättern, weiss. Staubblätter in grosser, unbestimmter Anzahl. Blütezeit Juli, August. Frucht eine schwammig-fleischige, schwarz-bläuliche, vom Kelche gekrönte, 2- bis 3 fächerige Beere. Samen nierenförmig gebogen.


Bilder und Texte (z.T leicht modifiziert) aus: Thome, Flora von Deutschland, Österreich und der Schweiz, 2. Auflage


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