Stichworte: Eukaryoten, Flora, Historie, Thomé, aus Bewie's Mikrowelt

Ölbaum
Tafel 479. Olea europaea L. (Ölbaum, Olive, Olivenbaum) A Blütenzweig. 1 Knospe; 2 Blüte; 3 desgl. halbiert; 4 Staubblatt; 5 Kelch und Stempel; 6 Frucht; 7 Fruchtstein; 8 ders. geöffnet, Same nicht durchschnitten; 9 Stein und Same im Längsschnitte; 10 Blattschülfer. 1 bis 5 und 10 vergrössert.

6 bis 10 m hoher, an Weiden erinnernder, immergrüner Baum oder Strauch. Aste und Zweige mehr oder weniger vierkantig, wehrlos. Blätter kurz-gestielt, lederig, lanzettlich, mit schwach nach unten zurückgeschlagenen Rändern; unterseits von sternförmigen Schülfern silbergrau bis rostbräunlich; oberseits mit nur einzelnen solcher Schülfern. Blüten zwitterig, in achselständigen, einfachen oder schwach-rispigen Trauben. Kelch kurzglockig, vierzähnig. Krone tief-vierlappig; die beiden Staubblätter deren Grund eingefügt. Steinfrüchte meist nur zu wenigen beisammen, nickend, 2,5 bis 4 cm lang, eiförmig bis kugelig, grün, weisslich, rötlich, violett bis schwarz, mit öligem Fleische und knochenhartem Steine. Stein geädert, fast immer einfächerig, einsamig. Das Öl der Früchte, Olivenöl, Oleum Olivarum, ist offizinell. Blütezeit Mai, Juni, Am Südfuss der Alpen und im österreichischen Küstengebiete angebaut und verwildert; hier aber meist strauchartig.


Bilder und Texte (z.T leicht modifiziert) aus: Thome, Flora von Deutschland, Österreich und der Schweiz, 2. Auflage


Kommentar schreiben

Kommentar