Stichworte: Eukaryoten, Flora, Historie, Thomé, aus Bewie's Mikrowelt

Oreganon
Tafel 502. Origanum vulgare L. (gemeiner Dost, Oregano) A Teil der blühenden Pflanze. 1 Teil des Blütenstandes; 2 Blüte mit Deckblatt; 3 Blütenlängsschnitt; 4 Staubblätter; 5 Stempel; 6 Fruchtkelch; 7 Nüsschen; 8 desgl. im Längsschnitte. 1 bis 8 vergrössert.

Blätter eiförmig oder eilänglich, spitz, fast kahl. Blütendeckblätter kahl, ober- oder beiderseits drüsenlos. Stengel und Blätter oft purpurn überlaufen. Blumenkrone purpurrot, selten weiss. Gynomonöcisch und gynodiöcisch. Blüten vielehig-zweihäusig, Oberlippe flach, ausgerandet. Unterlippe mit 3, fast gleichen Zipfeln. Zwitterblüten vorstäubend, grösser als die weiblichen. Fruchtkelch durch einen Haarring geschlossen. Staubblätter 4, auseinandertretend, die oberen kürzer. Staubbeutel an ein fast dreieckiges Mittelband schief-angewachsen. Kelch regelmässig, fünfzähnig; dessen Schlund innen bärtig. Blütezeit Juli, August. Höhe 30 bis 50 cm. Ganze Pflanze stark und gewürzhaft riechend, Herba Origani war deshalb früher offizinell. An sonnigen, steinigen Waldrändern und Rainen; verbreitet.


Bilder und Texte (z.T leicht modifiziert) aus: Thome, Flora von Deutschland, Österreich und der Schweiz, 2. Auflage

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