Stichworte: Flora, Historie, Thomé, aus Bewie's Mikrowelt

Pfaffenhütchen
Tafel 398 A. Evonymus europaea L. (europäischeses Pfaffenkäppchen, Pfaffenhütchen, Pfaffenmützchen) A Blütenzweig. A1 Blütenknospe; A2 und A3 Blüten; A4 Blütenlängsschnitt, die Staubblätter sind dem polsterförmigen Diskus eingefügt; A5 reife Kapseln, welche die von dem Samenmantel umhüllten Samen entlassen; A6 Same, dessen Mantel zum Teil geöffnet ist; A7 Längsschnitt durch den Samen; A8 Längsschnitt durch Samenmantel und Same, den Samenlappen gleichlaufend. 1 bis 8 vergrössert.
Zweige vierkantig, glatt. Blumenkronenblätter länglich. Blätter länglich bis breit-lanzettlich, kleingesägt, kahl. Blumen klein, grünlich, triöcisch, mit vorstäubenden Zwitterblüten. Kapseln meist vierlappig, stumpfkantig, nicht geflügelt, glatt, purpurrot. Samen weiss, von dem gelbroten Samenmantel völlig eingehüllt. Blütezeit Mai, Juni. Früchte giftig. Ein 3 bis 4 Meter hoher, an Waldrändern, in Hecken und Gebüschen nicht seltener Strauch.

Tafel 398 B. Evonymus latifolia Scopoli (breitblätteriges Pfaffenkäppchen, Pfaffenhütchen). B1 reife Kapsel; B2 dieselbe im Querschnitte; beide etwas vergrössert.
Zweige glatt, etwas zusammengedrückt. Kapsel fünflappig, fünfkantiggeflügelt. An Wuchs und Grösse der vorigen sehr ähnlich. Blätter länglich, zugespitzt, fein-gesägt, kahl. Blumenkronenblätter grünlich, rot berandet. Kapsel purpurrot, Samenmantel pomeranzengelb, Samen weiss. Blütezeit Mai, Juni. In Gebirgswäldern im südlichen Teile des Gebietes zerstreut; im nördlichen Gebiete mitunter angepflanzt.


Bilder und Texte (z.T leicht modifiziert) aus: Thome, Flora von Deutschland, Österreich und der Schweiz, 2. Auflage

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