Stichworte: Flora, Historie, Thomé, aus Bewie's Mikrowelt

Quitte
Tafel 347. Cydonia vulgaris Persoon (gemeine Quitte). A Blüten-, B Fruchtzweig. 1 Staubblätter; 2 Griffel und Narben; 3 Fruchtlängsschnitt; 4 und 5 die Samen eines Faches; 6 einzelner Same. 1 und 2 vergrössert.

Sträucher oder 3 bis 7 m hohe Bäume. Blätter rundlich bis eilanzettlich, oft etwas keilförmig, ganzrandig; oberseits, zuletzt kahl; unterseits wie auch die jüngeren Zweige und der Fruchtboden, filzig. Nebenblätter und Kelchzipfel drüsig-sägezähnig. Kronenblätter rötlich-weiss oft mit gedrehter Knospenlage. Frucht gelb, spinnwebig-wollig; fünffächerig, in jedem Fache mit vielen neben- und übereinandergeschichteten Samen, deren Aussenschicht in Wasser Schleim bildet. Blütezeit Mai, Juni. Stammt aus Südeuropa und dem Oriente; bei uns der aromatischen Früchte halber oft angebaut. Nach der Form der Frucht unterscheidet man Apfelquitten, mit apfelförmig genabelten Früchten, und Birnenquitten mit birnförmig in den Stiel verschmälerten Früchten. Die scharlachrotblühende Japanische Quitte C. japonica Persoon (Pirus japonica Thunberg), wird oft kultiviert.


Bilder und Texte (z.T leicht modifiziert) aus: Thome, Flora von Deutschland, Österreich und der Schweiz, 2. Auflage

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