Stichworte: Flora, Historie, Thomé, aus Bewie's Mikrowelt

Sanddorn
Tafel 416. Hippophae rhamnoides L. (weidenblättriger Seedorn) A Zweig mit ausbrechendem, die kleinen Blüten verhüllendem Laube; B Frucht-, C Blattzweig. 1 geöffnete männliche, 2 halbierte weibliche Blüte; 3 Längsschnitt durch die Frucht; 4 Same; 5 Keimling; 6 Schuppen vom Blatte. 1, 2, 3, 6 vergrössert.

Weidenartiger, meist dorniger, bis etwa 4 Meter hoher Strauch oder Baum. Blätter lineal-lanzettlich, fast sitzend, ganzrandig, oberseits mattgrün, unterseits dicht mit silberweissen und bräunlichen Schuppen besetzt. Blüten zweihäusig, rostgelb. Männliche sehr klein, meist zu mehreren in den Blattachseln, zwischen dem ausbrechenden Laube versteckt; mit gelblicher, zweiblätteriger Blütenhülle, deren Blätter an ihrer Spitze verwachsen sind, und mit 4 auf dem Blütenboden sitzenden Staubblättern. Weibliche Blüten meist einzeln in jeder Blattachsel. Blütenhülle röhrig, mit zweispaltigem Saume, den Fruchtknoten umhüllend, die verlängerte Narbe hervortreten lassend. Blütezeit März bis Mai. Frucht eine glänzende, glatte, auf einer Seite gefurchte Nuss, welche von der fleischig gewordenen, erbsengrossen, orangefarbenen Blütenhülle umgeben wird. Am Ostseestrande; im Kies der Alpenflüsse und mit diesen in die Ebenen hinabsteigend.


Bilder und Texte (z.T leicht modifiziert) aus: Thome, Flora von Deutschland, Österreich und der Schweiz, 2. Auflage

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