Stichworte: Flora, Historie, Thomé, aus Bewie's Mikrowelt

Schlafmohn
Tafel 265. Papaver somniferum L. (Schlafmohn) A Teil einer blühenden Pflanze, 1 Längsschnitt durch die Blüte; 2 Staubblätter; 3 Stempel; 4 Querschnitt durch denselben; 5 reife Frucht; 6 Samen in natürlicher Grösse und vergrössert.

Staubfäden nach oben verbreitert; Kapseln fast kugelig, kahl. Stengel 50 bis 150 cm hoch und wie die Blätter kahl; nur die Blütenstiele sind zuweilen steifhaarig. Blätter länglich; untere gegen den Grund verschmälert, buchtig gelappt, grob und ungleich-gezähnt; obere mit herzförmigem Grunde halbstengelumfassend grob-ungleich- und doppeltgesägt-gezähnt. Blütezeit Juli, August. Blüte bis 10 cm Durchmesser, weiss oder hellrot und dann weisssamig (Weisser Mohn), oder weiss mit trüb-pfirsichrotem Mittelfelde oder hellviolett mit eben solchem Mittelfelde und dann mit grauem oder bläulichem Samen, wenn die Kapsel zur Reifezeit aufspringt; Schliessmohn, wenn sie geschlossen bleibt. Narbe 8- bis 16-strahlig. Stammt aus dem Oriente, wird vielfach angebaut und ist stellenweise verwildert. In letzterem Falle ist die Pflanze oft nur wenige Centimeter hoch. Die Samen enthalten ein fettes Öl, diejenigen des weissen Mohn sind officinell.


Bilder und Texte (z.T leicht modifiziert) aus: Thome, Flora von Deutschland, Österreich und der Schweiz, 2. Auflage

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