Stichworte: Flora, Historie, Thomé, aus Bewie's Mikrowelt

Sellerie
Tafel 437. Apium graveolens L. (gemeiner Sellerie) AB blühende Pflanze. 1 und 2 zum Teil und ganz geöffnete Blüte von oben; 3 Staubblatt; 4 Längsschnitt durch den Stempel; 5 Früchtchen; B Früchtchen im Längsschnitte; 7 Fruchtträger; 8 Halbfrüchtchen im Querschnitte. 1 bis 8 vergrössert.

Wurzel spindelig-ästig. Stengel kantig-gefurcht, sehr ästig, oft quirlästig, kahl und stark riechend wie die ganze Pflanze. Blätter glänzend. Untere Blätter fiederschnittig; deren Abschnitte dreilappig bis dreischnittig, mit fast rautenförmigen, 2- bis 3 spaltigen, ungleich-eingeschnitten-gesägten Lappen. Obere Blätter dreischnittig; deren Abschnitte dreilappig oder, dreispaltig, mit keiligen, grob-eingeschnitten-gesägten Zipfeln. Zipfel der blütenastständigen Blätter viel kleiner, manchmal ungeteilt, lanzettlich, ganzrandig. Hülle und Hüllchen fehlend. Blüten zwitterig. Kelchrand verwischt. Blumenblätter einander gleich, mit der Spitze eingerollt. Frucht rundlich, an den Seiten etwas zusammengezogen. Riefen 5, fädlich, einander gleich, seitenständige randend. Thälchen 2- bis 3 striemig. Fugenfläche 2 striemig. Fruchtträger frei, ungeteilt. Blumenkrone klein, weiss. Blütezeit Juli bis September. Höhe 30 bis 100 cm. Auf Salzboden, namentlich am Nord- und Ostseestrande; im südlichen Teile des Gebietes, sehr zerstreut und selten; als Küchenpflanze vielfach angebaut und dann mit dick-knolligen, fleischigen Wurzeln und grösseren, mehr geteilten Blättern.


Bilder und Texte (z.T leicht modifiziert) aus: Thome, Flora von Deutschland, Österreich und der Schweiz, 2. Auflage

Kommentar schreiben

Kommentar