Stichworte: Flora, Historie, Thomé, aus Bewie's Mikrowelt

Storchenschnabel
Tafel 384A. Geranium Robertianum L. (Ruprechtskraut, gemeiner, stinkender Storchschnabel, Storchenschnabel) A1 reife, aufgesprungene Frucht; A2 Same; A3 und A4 desgl. im Längs- und Querschnitt. vergrössert.
Blätter drei- bis fünfzählig mit fiederschnittigen, fast gestielten Abschnitten. Stengel fast blutrot, aufrecht, wie die Blätter, mit roten Drüsenhaaren besetzt, und wie diese widerlich nach Bock duftend. Blumen-Kronenblätter umgekehrt-eiförmig, ungeteilt, rosa mit 3 helleren Streifen, selten weiss, länger als die zusammenneigenden, begrannten Kelchblätter. Fruchtlappen netzig-rundlich. Samen glatt. Blütezeit Juni bis Oktober. Blüten mit reichlicher Honigabsonderung; Zwitterblüten ausgesprochen erstmännlich, mit eingeschlechtlichen untermischt. Höhe 25 bis 50 cm. Auf fruchtbarem Boden, in feuchten, schattigen Gebüschen und Orten, auf Mauern u. s. w. häufig.

Tafel 384B. Geranium phaeum L. (rotbrauner Storchenschnabel) B Teile der blühenden Pflanze. B1 Staubblätter, männlicher Zustand der Blüte; B2 inneres Staubblatt mit den Drüsen; B3 Stempel; B4 die Befruchtungsorgane in dem Kelche, im weiblichen Zustande. 1 bis 4 vergrössert.
Klappen der Frucht behaart; Kronenblätter rotbraun bis dunkelviolett. Wurzelstock mehr oder weniger wagerecht, einige, 40 bis 60 cm hohe, ästige Stengel treibend. Blätter handförmig sieben- bis fünfspaltig. Kelch stachelspitzig, zur Blütezeit ausgebreitet, etwas kürzer als die rundlich-verkehrt-eiförmigen, flachen, etwas zurückgebogenen Kronenblätter. Blütezeit Mai, Juni; vorstäubend. In schattigen Gebüschen und auf Wiesen der Gebirge und Voralpen; öfter als Zierpflanze kultiviert.


Bilder und Texte (z.T leicht modifiziert) aus: Thome, Flora von Deutschland, Österreich und der Schweiz, 2. Auflage

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