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Sturms Flora von Deutschland, Band 2: Riedgräser (Cyperaceae) – Tafel 31

Stachel-Segge, Carex echinata
Hasen-Segge, Carex leporina

Stachel-Segge, Carex echinata
Taf. 31, Fig. 1:
a) Pflanze, verkl.;
b) Deckblatt mit männlicher Blüte, vergr.;
c) Blütenschlauch, vergr.;
d) Fruchtstand in nat. Or.;
e) Fruchtschlauch in nat. Gr. und vergr.;
f) Fruchtschlauch durchschnitten, vergr.;
g) unreife Frucht, vergr.
Stengel 10-45 cm hoch, dreikantig, oben raub. Blätter starr, die unteren kurz, die folgenden länger, zuweilen die Stengelspitze erreichend. Blütenstandszweige 4 bis 6 mm lang, die untersten meist 5 bis 10 mm voneinander entfernt. Unterstes Tragblatt in der Regel ungefähr so lang wie der von ihm gestützte Zweig, nur in Ausnahmefällen die Stengelspitze überragend. Deckblätter bräunlich mit grünem Mittelstreif und farblosem Rande, kürzer als die Fruchtschläuche. Diese stehen sperrig auseinander, die unteren wagerecht, die oberen in stumpfem Winkel abstehend, sind eiförmig, geschnäbelt, auf dem Rücken gewölbt und deutlich nervig, vorn flach und nervenlos, am Rande rauh, bräunlichgrün. 5-6. (Synonyme: C. stellulata.)
Auf Mooren und in moorigen Wäldern häufig.
Hasen-Segge, Carex leporina
Taf. 31, Fig. 2:
a) Pflanze, verkl.;
b) Stengelstück, vergr.;
c) Blütenstand in nat. Gr.;
d) Deckblatt mit männlicher Blüte;
e) Deckblatt mit Blütenschlauch;
f) Fruchtschlauch, vergr.
Stengel 8-50 cm hoch, oben rauh. Untere Blätter kurz, obere länger, zuletzt etwa halb so lang wie der Stengel, linealisch, zugespitzt. Blütenstände meist aus fünf genäherten Zweigen zusammengesetzt, 25 bis 35 mm lang. Unterstes Tragblatt zuweilen laubig, meist alle hochblattartig. Deckblätter hellbraun mit grünem Mittelstreif und schmalem, farblosem Rande, seltener ganz weisslich oder gelblich (argyroglochin), so lang wie die Fruchtschläuche. Fruchtstand ziemlich dick, ungefähr eiförmig. Fruchtschläuche aufrecht, braun mit grünem oder weisslichem Hautrande und langem, rauhem Schnabel (bei argyroglochin grün). 5-6.
In trockenen Wäldern, auf sandigem Oedland und Mooren häufig.
Aus: J. Sturm’s Flora von Deutschland, Nachdruck nach 1900 mit Chromolithographien (Ernst H. L. Krause: Schriften des Deutschen Lehrer-Vereins für Naturkunde).

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